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07.07.2000

08:41 Uhr

Stiftungsinitiative

NS-Entschädigung: Henkel appelliert an Unternehmen

Der BDI-Chef fordert die Firmen auf, dem Zwangsarbeiter-Fonds beizutreten - auch wenn es sie damals noch gar nicht gab.

adx POTSDAM. BDI-Chef Hans-Olaf Henkel wendet sich erneut mit einem eindringlichen Appell an die deutsche Wirtschaft, dem NS-Zwangsarbeiter-Fonds beizutreten. Der in Potsdam erscheinenden "Märkischen Allgemeinen" sagte Henkel: "Ich fordere alle Unternehmen auf, sich an der Entschädigung zu beteiligen - ganz gleich, ob sie Zwangsarbeiter beschäftigt haben oder nicht, ob es sie damals schon gab oder ob in der Zwischenzeit der Eigentümer gewechselt hat."

Trotz der noch immer fehlenden knapp zwei Mrd. Mark aus den Reihen der deutschen Wirtschaft, zeigt sich der BDI-Chef zuversichtlich, dass die nötigen Gelder noch rechtzeitig aufgebracht werden können. "Die fünf Mrd. Mark kommen zusammen", betonte Henkel. Da es sich bei der Stiftungsinitiative um einen freiwilligen Vorstoß handle, könne er nur an alle Firmen appellieren, die dem Fonds noch nicht beigetreten seien. Henkel fügte hinzu: "Auszahlungen dürfen wegen der noch nicht vollständigen fünf Mrd. Mark der deutschen Wirtschaft nicht verzögert werden. Daran soll und wird es nicht scheitern."

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