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28.01.2003

08:32 Uhr

Stimmungsindex von UBS im Januar stabil

Anleger fürchten die Folgen eines Irak-Kriegs

Die Stimmung der privaten Anleger hat sich im neuen Jahr nur marginal gebessert.

pk FRANKFURT/M. Nach dem Rekordtief von minus 38 Punkten im Dezember 2002 hat sich der "Index of Investor Optimism" für Europa in diesem Monat mit minus 37 Punkten stabilisieren können. Zum Vergleich: Genau vor einem Jahr war mit plus 40 Punkten der bisherige Höchststand erreicht worden; der Index wird seit Oktober 2001 ermittelt.

Der Index basiert auf einer Umfrage der schweizerischen Großbank UBS und des Marktforschungsinstituts Gallup Organization. Monatlich werden 1 000 Europäer repräsentativ ausgewählt, wobei der Privatanleger mindestens 10 000 Euro in Aktien, Anleihen oder Investmentanteilen besitzen muss.

Beherrschendes Thema für die privaten Investoren ist der drohende Krieg im Irak. 55 % der Befragten glauben, dass dies in den kommenden Monaten die größte Bedrohung für die globalen Aktienmärkte sein wird. Danach folgen die Angst vor Terror-Anschlägen und der konjunkturelle Abschwung, aber nur 5 % halten eine erhebliche Abwertung des Dollars für das größte Problem der Märkte.

Pessimistisch sind die Anleger auch bezüglich ihrer eigenen finanziellen Situation. Fast die Hälfte glaubt, dass sie ihre Anlageziele in den nächsten zwölf Monaten kaum erreichen wird, immerhin 53 % gehen aber davon aus, dass sich die Renditevorstellungen in den kommenden fünf Jahren realisieren lassen. Größter Lichtblick im Januar: die Mehrheit der Anleger sieht gute Chancen, dass sich das Wirtschaftswachstum in Europa im nächsten Jahr leicht erhöht.

Institutionelle Investoren sehen den Index als Kontra-Indikator. Sie steigen schon dann wieder in die Märkte ein, wenn der Pessimismus der Privaten am größten ist.

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