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28.01.2001

14:55 Uhr

Straßenschlachten mit der Polizei

Festnahmen nach Ausschreitungen in Zürich

Nach Ausschreitungen von Globalisierungsgegnern in Zürich sind in der Nacht zum Sonntag rund 100 Demonstranten festgenommen worden. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden, teilte die Stadt- und Kantonspolizei mit.

Reuters ZÜRICH. Polizisten hätten Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer gegen die rund 1000 zum Teil vermummten Teilnehmer der Demonstration gegen das Davoser Weltwirtschaftsforum (WEF) eingesetzt.

Ein Teil der Demonstranten habe die Sicherheitskräfte mit Steinen beworfen, teilte die Polizei mit. Sie hätten Barrikaden errichtet, Autos in Brand gesetzt und Schaufensterscheiben eingeschlagen. Auch eine Straßenbahn sei zeitweise besetzt worden. In Bern nahmen Beamte zwei WEF-Gegner fest, die mit Flaschen geworfen und parkende Autos beschädigt hatten.

Auch in anderen Schweizer Städten hatten sich WEF-Gegner am Samstag Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. In Davos und im 40 Kilometer entfernten Landquart ging die Polizei ebenfalls mit Wasserwerfern und Tränengas gegen mehrere Hundert Demonstranten vor.

Die Polizei hatte die Zufahrten zum Schweizer Wintersportort Davos abgeriegelt, um eine Protestveranstaltung zu verhindern. Demonstranten, die mit dem Zug oder mit Bussen nach Davos reisen wollten, wurden in Landquart aufgehalten. 200 Demontranten gelangten dennoch nach Davos.

Das 31. Weltwirtschaftsforum, zu dem sich rund 3200 Vertreter aus Wirtschaft und Politik versammelt haben, steht unter dem Motto "Anhaltendes Wachstum und Gräben überbrücken". Dazu eingeladen wurden auch Vertreter von Gewerkschaften sowie Umwelt- und Entwicklungshilfe-Organisationen.

Kritiker werfen dem Forum vor, dass dort hinter verschlossenen Türen und ohne demokratischen Auftrag Vorentscheidungen über weit reichende politische Fragen getroffen wurden.

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