Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.12.2011

10:35 Uhr

Stratege des Jahres

Ferdinand Piëch - Das Auto-Genie

VonMaria-Elisabeth Schaeffler

Porsche, Audi und Volkswagen: Ferdinand Piëch hat die Automobilindustrie in den vergangenen Jahrzehnten geprägt wie kein anderer. Vision und akribische Detailarbeit sind bei ihm keine Widersprüche.

Ein echter Stratege: Ferdinand Piëch. ap

Ein echter Stratege: Ferdinand Piëch.

Der Name Piëch ist in der österreichischen Gesellschaft schon lange ein fester Begriff. In den Erzählungen meiner Eltern tauchte er immer wieder auf. Heute ist der Name Piëch weltweit der Inbegriff für geniale Ingenieurleistungen und beispielhaftes unternehmerisches Wirken weit über die Automobilindustrie hinaus.

Das ist das Verdienst von Ferdinand Piëch, und für diesen Verdienst verleiht ihm das Handelsblatt zu Recht den Titel „Stratege des Jahres“. Eine Auszeichnung, zu der ich Ferdinand Piëch sehr herzlich gratuliere.

Schon seine Diplomarbeit an der Eidgenössischen Hochschule in Zürich über die Entwicklung eines Formel-1-Motors zeigte seinen Sinn für Innovationen, mit dem er die Grenzen des technisch Machbaren ausgelotet und oft genug auch ausgedehnt hat. Eine weitere Konstante im Leben von Ferdinand Piëch ist seine Ausdauer und die Fähigkeit, in langen Zeiträumen zu denken und zu handeln. Ferdinand Piëch ist auch in dieser Hinsicht Unternehmer durch und durch - und vor allem ist er auch ein Familienunternehmer.

 

Laudatorin Maria-Elisabeth Schaeffler, Jahrgang 1941, geboren in Prag und aufgewachsen in Wien, setzt als Gesellschafterin der Schaeffler Gruppe das Lebenswerk ihres 1996 verstorbenen Mannes fort. Die Schaeffler Gruppe ist eines der größten europäischen Industrieunternehmen in Familienbesitz. 2008 erwarb sie einen erheblichen Anteil an der Continental AG. Reuters

Laudatorin Maria-Elisabeth Schaeffler, Jahrgang 1941, geboren in Prag und aufgewachsen in Wien, setzt als Gesellschafterin der Schaeffler Gruppe das Lebenswerk ihres 1996 verstorbenen Mannes fort. Die Schaeffler Gruppe ist eines der größten europäischen Industrieunternehmen in Familienbesitz. 2008 erwarb sie einen erheblichen Anteil an der Continental AG.

So war es sicher ein Schlag für ihn, als im Jahr 1972, knapp zehn Jahre nachdem er bei seinem Onkel, dem legendären Automobilpionier Ferry Porsche, eingestiegen war, die Gesellschafter von Porsche beschlossen, dass sich alle Familienmitglieder aus der Geschäftsführung zurückziehen müssen.

Doch Ferdinand Piëch gab nicht auf und ruhte auch nicht, sondern gründete in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro und legte los. In dieser Zeit entwickelte er den Fünfzylinder-Dieselmotor, der zwei Jahre später den Mercedes 240 D 3.0 antreibt.

Und damit nicht genug. Zeitgleich beginnt Ferdinand Piëch auch schon, die Marke Audi neu zu erfinden - und zwar technisch, vom Design her und von der sportlichen Positionierung: Dazu gehören der Fünfzylinder-Ottomotor im Audi 100, der Allradantrieb beim Quattro, mit dem der Rallyesport in eine neue Dimension geführt wurde, die Aluminiumkarosserie des Audi V8 und schließlich der TDI Motor mit Dieseldirekteinspritzung im Jahr 1989.

Und dies sind nur einige Meilensteine, die die Wettbewerber unter Zugzwang, die Zulieferindustrie zu Höchstleistungen und die Kunden in Begeisterung versetzt haben.
Mit dieser Leistung hat sich Ferdinand Piëch nicht nur als genialer Techniker, sondern als ein umfassender und weitsichtiger Unternehmenslenker profiliert.

 

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Domingo

27.12.2011, 12:34 Uhr

Der erste Dieseldirekteinsprizter in einem Pkw war 1987 im Fiat Croma

Wo-Auto-Genie

27.12.2011, 13:30 Uhr

Wo soll denn da ein Auto-Genie sein?

Als Verantwortlicher, z.B. bei VW hat er doch nur Chaos und miserable Qualität hinterlassen.
Bei Porsche hat er auch nichts zu Wege gebracht, sondern Wiedeking hat Porsche aus der Pleite geführt, nicht Piech!!

Piech hat wohl auch Wiedeking in den VW-Porsche-Deal reingezogen, so auf die Tour, wenn es klappt, bin ich, Piech, er Boss von Porsche und VW, wenn es nicht klappt auch.

Piech ist ein totaler Lobbyist, ein Manipulator, aber von wegen Auto-Genie!!

Sagen Sie mir mal eine Erfindung von Piech, die sein Genie beweist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×