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09.01.2003

19:00 Uhr

Strecke in Bayern muss warten

Schröder will zuerst Transrapid an der Ruhr

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) möchte die Transrapid-Strecke in Nordrhein-Westfalen vor der Verbindung in München verwirklichen lassen.

HB/dpa KASSEL/BERLIN. Das Projekt werde da beginnen, wo die Planungen am weitesten gediehen seien, und das sei in Nordrhein- Westfalen, sagte Schröder am Donnerstag in Kassel. "Es wird darum gehen, dass der Schnellere nicht auf den Langsamen warten muss."

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) ließ unterdessen von einem Sprecher einen Bericht der "Westdeutschen Zeitung" (Donnerstag) zurückweisen, wonach er die Bundesförderung allein auf das Vorhaben im Ruhrgebiet konzentrieren wolle. Dies sei "wilde Spekulation", für die es keine Grundlage gebe, sagte der Sprecher. Stolpe halte beide Vorhaben für realistisch und habe großes Interesse daran, dass die Transrapid-Technologie auch in Deutschland zum Einsatz komme. Schröder ging seinerseits nicht auf mögliche Änderungen an der Aufteilung der Förderung des Bundes ein.

Die Bundesregierung hat für den Bau von Magnetschwebebahn-Trassen zwischen Düsseldorf und Dortmund sowie von der Münchner Innenstadt zum Flughafen einen Bundeszuschuss von insgesamt 2,3 Milliarden Euro zugesagt. Der Löwenanteil davon in Höhe von 1,75 Milliarden Euro soll nach Nordrhein-Westfalen fließen, Bayern soll 550 Millionen Euro erhalten.

In dem Zeitungsbericht wird die Konzentration auf Nordrhein- Westfalen damit begründet, dass das in Bayern geplante Projekt nicht mehr als Referenzstrecke benötigt werde, da nun bereits in Schanghai eine vergleichbare Lösung in Betrieb sei. Mit dem ursprünglich für Bayern vorgesehenen Betrag könne die in Nordrhein-Westfalen derzeit noch bestehende Metrorapid-Finanzierungslücke von 450 Millionen Euro geschlossen werden, schrieb das Blatt.

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