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03.01.2001

18:21 Uhr

Streit um Kosten

BSE-Tests in Österreich laufen nur langsam an

Die BSE-Tests laufen in Österreich nur langsam an. Bis Mittwoch wurden nur wenige Dutzend Proben geschlachteter Rinder an die Untersuchungsstellen geschickt. Am Mittwochabend wurden die Ergebnisse der ersten elf Proben bekannt gegeben. Sie seien alle negativ gewesen, teilten die Behörden in Mödling bei Wien mit. Am Dienstag, dem ersten Tag der Rinderwahn-Untersuchungen in der Alpenrepublik, waren rund 80 Proben entnommen worden. Die meisten BSE-Tests wurden im Bundesland Salzburg vorgenommen und zur Auswertung nach Innsbruck gebracht.

dpa WIEN. Unterdessen ist ein Streit darüber entbrannt, wer die Kosten für die BSE-Untersuchungen tragen soll. Ein Test kostet rund 1 500 Schilling (214 DM). Die rechtskonservative Regierung will verhindern, dass die Bauern die zusätzliche finanzielle Belastung tragen müssen. Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer hat sich dafür ausgesprochen, die Kosten auf den Verbraucher abzuwälzen. Hingegen fordern die oppositionellen Sozialdemokraten (SPÖ), die Regierung müsse die zusätzlich entstehenden Kosten übernehmen. Zudem wurde Kritik daran geübt, dass BSE-Tests in Österreich deutlich teurer seien als im benachbarten Deutschland.

Einige Schlachthöfe haben sich darauf verständigt, vorerst keine Rinder zu verarbeiten, die älter als 30 Monate sind. Jüngere Rinder müssen nicht auf BSE getestet werden. Viele Betriebe fürchten um ihre Existenz, sollten sie nach dem Auffliegen eines BSE-Falles gesperrt werden. Unterdessen hat das Land Oberösterreich bekanntgegeben, dass bereits im Dezember 1 200 stichprobenartige BSE-Überprüfungen vorgenommen worden seien. In keinem einzigen Fall sei Rinderwahn festgestellt worden.

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