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24.01.2003

19:18 Uhr

Streit um Windows und Mediaplayer

EU-Ermittlung gegen Microsoft weit fortgeschritten

In den Monopol-Untersuchungen der EU gegen den US-Softwarekonzern Microsoft ist Wettbewerbskommissar Mario Monti zufolge bald mit einem Entscheid zu rechnen.

Reuters DAVOS. Die Prüfungen seien weit fortgeschritten und eine Entscheidung werde "im ersten Teil des Jahres" getroffen, sagte Monti am Freitag am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos. Alle Möglichkeiten seien noch offen, aber ein Entscheid werde die Entwicklung der US-Fälle gegen Microsoft berücksichtigen und positiv für die Verbraucher sein. Einen Termin wollte Monti nicht näher bezeichnen. Am Vortag hatte es aus Kreisen in Brüssel geheißen, Microsoft werde in Kürze eine abschließende Präsentation vor den EU-Wettbewerbshütern halten.

Die EU-Wettbewerbshüter werfen Microsoft vor, sein Musik- und Videoabspielprogramm Mediaplayer mit dem weit verbreiteten Windows-Betriebssystem verbunden zu haben, was andere Anbieter wie RealNetworks und Apple unfair behindere.

Die Kommission geht zudem davon aus, dass Microsoft Windows so programmiert sei, dass es sich besser mit den eigenen Server-Programmen verträgt als mit Konkurrenzprodukten. Damit benachteilige Microsoft unangemessen die Wettbewerber, die Betriebssysteme wie Linux oder andere Unix-Versionen nutzten.

In den USA hatte sich Microsoft kürzlich mit der Bundesregierung und mehreren Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt, wo es um Missbrauchsvorwürfe der dominanten Marktstellung gegangen war.

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