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29.06.2000

12:25 Uhr

afp STRASSBURG/BRÜSSEL. Zigaretten sollen künftig weniger Schadstoffe enthalten, und die Packungen sollen mit größeren Warnungen versehen werden. Die EU-Gesundheitsminister stimmten am Donnerstag in Luxemburg mehrheitlich einer entsprechenden Richtlinie zu. Nach Angaben von Diplomaten votierte Deutschland als einziges Land gegen den Vorschlag der EU-Kommission. Demnach sollen der Teergehalt gesenkt und erstmals eine Höchstgrenze für den Nikotinanteil festgelegt werden. Zugleich sollen die Warnhinweise größer und besser erkennbar werden. Beschreibungen wie "mild" oder "leicht" sollen verboten werden. Bevor die Richtlinie in Kraft treten kann, muss ihr das EU-Parlament zustimmen. Die Abgeordneten hatten vor zwei Wochen eine schärfere Gangart gefordert.

Die EU-Kommission hatte im November den Richtlinien-Vorschlag vorgelegt. Demnach soll ab dem Jahr 2004 die Höchstgrenze für Teer von zwölf Milligramm auf höchstens zehn Milligramm pro Zigarette gesenkt werden. Der Nikotingehalt soll auf maximal einen Milligramm pro Zigarette festgelegt werden. Für Kohlenmonoxid soll ein Höchstanteil von zehn Milligramm pro Zigarette eingeführt werden. Die Hersteller sollen zudem künftig zu gut lesbaren Warnhinweisen verpflichtet werden, die rund ein Viertel der Schachtel bedecken müssen. Nach Angaben der EU-Kommission sterben jährlich eine halbe Million Menschen in der Union an den Folgen von Tabakkonsum.

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