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05.01.2011

08:13 Uhr

Studie

Cloud-Anbieter auf dem Prüfstand

VonStephan Dörner

Cloud Computing - der Nutzung von Programmen, Rechenkraft und Speicher über per Abruf - bietet Unternehmen die Möglichkeit, Kosten zu sparen und Ressourcen flexibel auf Abruf zu nutzen. Doch dabei sind passgenaue Lösungen gefragt und der Markt ist unübersichtlich. Eine Studie hat den Dschungel der Cloud-Angebote etwas gelichtet.

Ob "Private" oder "Public" - der Weg in die Cloud ist frei, aber unübersichtlich. dpa

Ob "Private" oder "Public" - der Weg in die Cloud ist frei, aber unübersichtlich.

DÜSSELDORF. Dass die Zukunft der Unternehmens-IT vom Prinzip des Cloud Computing beherrscht wird, steht für Experten schon lange fest. Auch die Studie "Cloud Vendor Benchmark 2010" der IT-Beratungsfirma Experton kommt zu diesem Ergebnis: Cloud Computing sei kein Hype, sondern vielmehr ein weiterer Evolutionsschritt hin zur Industrialisierung der IT, schreiben die Berater. Denn für die Nutzer der Cloud bedeute sie unter anderem geringere Fixkosten und die Ausnutzung von Skaleneffekten bei flexiblerer Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Rechenkraft, Speicher und virtuellen Servern.

"Mangelnde Transparenz"

Dennoch zögern noch viele Unternehmen - auch weil das Angebot unübersichtlich und intransparent ist, beklagt Experton. "Es mangelt noch an Transparenz im Markt, was Investitionsentscheidungen verzögert", so Carlo Velten, Seniorberater bei dem Unternehmen. Die Frage ist für viele nicht, ob es Richtung Cloud geht - sondern mit welchem Partner.

Der unübersichtliche Markt macht die Entscheidung nicht einfacher. Inzwischen buhlen alle großen IT-Unternehmen darum, die Unternehmen in die Cloud zu begleiten. Insgesamt elf Cloud-Anbieter in Deutschland hat Experton für die Studie untersucht. Dazu ermittelten die Experten unter anderem die Anforderungsprofile in den Unternehmen, befragten Hersteller sowie Analysten und unterzog den Cloud-Lösungen verschiedenen Tests.

Kleine Anbieter bieten gute Mittelstand-Lösungen

Ein Ergebnis: Die Cloud-Computing-Anforderungen für den Mittelstand mit 100 bis weniger als 1000 PCs decken Microsoft, IBM, Telekom Deutschland und Mittelstandspezialist Pironet am besten ab. Besonders attraktiv seien dabei das kombinierte Angebot von Speicher- und Backup-Diensten, Software as a Service und Infrastructure as a Service - also das Bereitstellen von Anwendungen und virtuellen Servern über das Netz. Besonders wichtig für viele Mittelständler sei vor allem ein Angebot in deutscher Sprache mit Servern, die in Deutschland stehen, stellen die Berater fest.

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