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19.01.2004

17:45 Uhr

Studie der Unternehmensberatung Kienbaum

Manager-Gehälter bei Banken trotz Krise gestiegen

Während viele Bankangestellte von der Entlassungswelle bei den Großbanken und dem drohenden Verlust ihrer betrieblichen Altersvorsorge betroffen sind, stiegen die Gehälter von Führungskräften in deutschen Banken im vergangenen Jahr trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage weiter.

HB FRANKFURT. Manager deutscher Banken verdienten 2003 im Durchschnitt 3,2 % mehr, nach einem Anstieg von 3,4 % im Jahr 2002, teilte die Unternehmensberatung Kienbaum am Montag mit. Wie aus der Vergütungsstudie „Leitende Angestellte in Banken“ weiter hervorgeht, erhielten Manager der ersten Führungsebene unter dem Vorstand ein Jahresgesamtgehalt von 103 000 €, auf der zweiten Ebene noch 78 000 €. An der Studie beteiligten sich 130 Kreditinstitute, die Daten zu 2283 Gehältern meldeten.

Die höchsten Vergütungen wurden im Schnitt bei den Privatbanken gezahlt, während Manager bei Häusern des genossenschaftlichen Sektors am geringsten verdienten. Entscheiden sei neben dem Alter des Managers also auch die Größe des Geldhauses, hieß es in der Studie. Auf der ersten Ebene unter dem Vorstand seien die Manager im Durchschnitt 45 Jahre alt und gehörten seit 15 Jahren ihrer Gesellschaft an - auf der zweiten Ebene seien sie im Mittel 43 Jahre alt und wiesen eine Unternehmenszugehörigkeit von 16 Jahren auf.

Die große Mehrheit der Führungskräfte - 77 % der ersten und 69 % der zweiten Ebene - erhält neben einem garantierten Grundgehalt auch einen variablen Anteil. Dieser betrage bei der ersten Managementebene durchschnittlich 17 000 € und 10 000 € auf der zweiten Ebene. Als weitere Zusatzleistung kämen 88 % aller Führungskräfte in den Genuss einer betrieblichen Altersvorsorge. Diese hatte die Commerzbank - Deutschlands drittgrößtes Kreditinstitut - Anfang des Monats ihren 26 000 Mitarbeitern zum Jahresende gekündigt, um Geld zu sparen.

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