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18.03.2004

11:13 Uhr

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Studie: Handlungsbedarf deutscher Finanzinstitute in der Geldwäschebekämpfung

BearingPoint hat die Ergebnisse ihrer Studie über "Geldwäschebekämpfung - Umsetzung bei den ...

BearingPoint hat die Ergebnisse ihrer Studie über "Geldwäschebekämpfung - Umsetzung bei den Deutschen Finanzinstituten" bekannt. An der Studie nahmen 45 deutsche Institute teil. Auf Grund des wachsenden Drucks der Aufsichtsbehörden sowie der Einführung neuer gesetzlicher Regelungen gewinnt das Thema Geldwäschebekämpfung in den Finanzinstituten zunehmend an Bedeutung. Trotzdem haben es Geldwäschebeauftragte nach wie vor schwer, notwendige Investitionen zu rechtfertigen, da diese nicht zu Einsparungen oder Erträgen führen. Oftmals werde dabei vergessen, dass ein möglicher Geldwäsche- oder Betrugsfall zu einem erheblichen Imageschaden oder sogar zu Strafzahlungen für das Institut führen könne. Die von Geldwäsche ausgehende Gefahr wird vom Top-Management teilweise weiterhin unterschätzt. Über 40% der Teilnehmer gaben diese Einschätzung ab.
Drei Viertel der Teilnehmer glauben, dass es durch die jüngsten gesetzlichen Änderungen und den somit veränderten Rahmenbedingungen für die Geldwäschebekämpfung zu einer Aushöhlung des Bankgeheimnisses gekommen ist. Als Grund hierfür wird vielfach die Einführung des § 24c des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) genannt. Die Mehrzahl der Teilnehmer schätzt, dass sich der Handlungsdruck auf die Finanzinstitute bezüglich der Geldwäschebekämpfung im Zeitablauf noch weiter verschärfen wird.
Als größte Herausforderung bei der Realisierung der nach § 25a KWG geforderten Maßnahmen sehen über die Hälfte der teilnehmenden Institute die bisher knappe Ressourcenausstattung im Fachbereich Geldwäscheabwehr.
Eine Geldwäsche-Gefährdungsanalyse als Ausgangspunkt für die Schaffung interner Sicherungsmaßnahmen liegt noch nicht in jedem Institut vor. 14% der befragten Institute haben bisher noch keine Gefährdungsanalyse durchgeführt. Die Einführung von IT-Systemen zur Unterstützung der Geldwäscheabwehr ist trotz der gesetzlichen Forderung nach § 25a KWG nicht in jedem Institut geplant. 16 von 44 Instituten bzw. 19 von 43 Instituten sehen keine IT-Unterstützung in den Bereichen Research bzw. Monitoring vor. Für die Mitarbeiterschulung wird auf verschiedene Schulungsformen zurückgegriffen. Die Nutzung von IT-gestützten Schulungen hat sich bisher nur teilweise in den befragten Instituten durchgesetzt.
Die ausführliche Studie kann bei BearingPoint angefordert werden.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 18.03.2004

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