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19.01.2001

17:18 Uhr

vwd SAO PAULO. Das Retention-Programm habe Brasilien - statt seine Kaffee-Einnahmen zu erhöhen - im letzten Jahr schon etwa 400 Mill. $ verloren gegangener Kaffee-Exporte gekostet - so eine Studie des in Sao Paulo ansässigen Institute of Agricultural Economics/IEA. Wie Luiz Moricochi, Mitglied des IEA-Board of Directors und Co-Autor der Untersuchung, in einem Telefoninterview gegenüber der US-Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires erklärte, sei das einzige was Brasilien durch das Zurückhalten von Kaffee am Weltmarkt bewirkt habe, dass dieses Land seine Präsenz am Weltmarkt vermindert habe. Brasilien war das erste Land von den weltgrößten Kaffee-Erzeugern, dass den Retention-Plan im Juni 2000 einführte. Im Rahmen dieser Zurückhaltungs-Initiative verfüge nun dieses südamerikanische Land über Kaffee-Bestände von nahezu 1,9 Mill. Sack (ein Sack = 60 kg). Als grösster Erzeuger und Exporteur verschiffte Brasilien im vergangenen Jahr nur noch 15,97 Mill. Sack Rohkaffee - ein starker Rückgang um 24 Prozent gegenüber den in 1999 verschifften 21,05 Mill. Sack. Wie es heißt, hatte Brasilien gehofft, dass andere große Erzeuger der internationalen Kaffeewirtschaft wie Vietnam, Kolumbien, Indonesien und Mexiko den Retention-Plan zügig begleiten würden, der ähnlich dem Erdöl-Kartell der OPEC-Länder operieren soll.

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