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21.01.2003

13:55 Uhr

Studie von Forrester Research

Tauschbörsen setzen der CD zu

Online-Musiktauschbörsen im Internet schmälern nach einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Forrester Research den CD-Absatz in Europa. Fast die Hälfte aller häufigen Nutzer von Tauschplätzen wie Kazaa oder Morpheus würden weniger CDs kaufen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Amsterdam mit.

HB/dpa AMSTERDAM. Jeder siebte Europäer lade demnach Musik aus dem Internet herunter. Die Mehrheit der 27 500 Befragten (63 Prozent) brenne die heruntergeladene Musik auf CD-Rohlinge, anstatt kommerzielle CDs zu kaufen.

Den Angaben zufolge ist etwa die Hälfte der häufigsten Nutzer der Tauschbörsen jünger als 24 Jahre. Diese Gruppe lade durchschnittlich sieben Musikstücke pro Monat aus dem Internet herunter. Mehr als 40 Prozent dieser häufigen Online-Nutzer bestätigten, deshalb weniger Musik-CDs zu kaufen. Nur etwa zwei Prozent der Konsumenten gaben an, trotz regelmäßigen Besuchs der Tauschbörsen mehr CDs zu erwerben. "Diese Gruppe kompensiert aber nicht die Gewinneinbußen bei legalen CDs in anderen Bereichen", sagte Forrester-Sprecherin Reineke Reitsma. Die meisten Online-Kopierer würden die Musik während der Arbeit am PC hören.

Erst im August 2002 hatte Forrester eine Studie über die Auswirkungen der Musiktauschbörsen in den USA veröffentlicht und keinen Einfluss des illegalen Online-Tauschs auf CD-Umsatzrückgänge festgestellt. Vielmehr seien andere Ursachen wie die allgemeine wirtschaftliche Rezession sowie die Konkurrenz durch Video-Spiele und DVDs für die Einbußen der Musikindustrie verantwortlich, hieß es damals.

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