Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2004

09:18 Uhr

Handelsblatt

Studie: Vorhersagen europäischer Investmentmanager für 2004

Laut einer neuen Übersichtsstudie von Mercer Investment Consulting wird sich der europäische ...

Laut einer neuen Übersichtsstudie von Mercer Investment Consulting wird sich der europäische Anlagemarkt dieses Jahr den Vorhersagen der Investmentmanager zufolge weiter erholen. An der Übersichtsstudie nahmen 55 institutionelle Investmentmanager in Europa teil, die insgesamt ein Anlagevermögen von 6,3 Billionen USD verwalten.
Obgleich die Erwartungen für 2004 aufgrund der Gewinne auf dem Aktienmarkt im vergangenen Jahr gedämpft sind, sagen Manager eine Rendite von 8% für britische Anteilswerte und von 10% für europäische Anteilswerte voraus. Die jährliche Durchschnittsrendite soll sich innerhalb der nächsten drei Jahre zwischen 5 und 10% bewegen.
Die meisten Manager sind der Ansicht, dass festverzinsliche Papiere steigen, einige andere glauben, dass Bonds eine negative Rendite abwerfen werden. Bundesanleihen in Großbritannien und Europa sollen 2004 und in den darauf folgenden drei Jahren etwa 3% abwerfen.
Die globale Wirtschaft und der Zinssatz werden in diesem Jahr als die beiden wichtigsten Faktoren für den europäischen Kapitalmarkt angesehen, gefolgt von Währungen und Unternehmensgewinnen. Die Inflation soll auf einem niedrigen Stand bleiben, wobei mehr als die Hälfte der Manager der Ansicht ist, dass das Risiko einer Deflation so groß ist, wie das einer Inflation.
Im Laufe der nächsten drei Jahre erwarten Manager eine Zunahme der taktischen Anlage von Fondsvermögen. Außerdem sollen sich Hedge-Fonds und Privatkapital als wichtigste Wachstumsbereiche bei der alternativen Rentenvorsorge etablieren. Knapp über zwei Drittel (68%) der Manager ist der Ansicht, dass es in diesem Jahr in Großbritannien zu verstärkten Unternehmenszusammenschlüssen und-übernahmen kommen wird, mehr als drei Viertel (74%) sind der Ansicht, dass dies im übrigen Europa ebenfalls der Fall sein wird.
Ein Drittel der Manager (33%) glaubt, dass sich die Unternehmensführung (Corporate Governance) in Großbritannien verbessern ließe, zwei Drittel (67%) glauben, dass dies auch in Europa von Nutzen wäre. Vierzig Prozent der Manager in Großbritannien und 52% der Manager in Europa wollen diesem Bereich 2004 verstärkte Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Von den Managern, die Provisionen auszahlen, bieten die meisten (68%) keine geldwerten Vorteile an. Bei 20% ist dies noch immer der Fall und zwar für alle Kunden, während dies bei 12% aller Kunden, außer bei Kunden mit britischen Rentenfonds, so gehandhabt wird. Die Manager unterstützen generell die Abschaffung von geldwerten Vorteilen, wobei lediglich 17% der Ansicht sind, dies wirke sich bei den Kunden negativ aus.
Die Übersichtsstudie zeigte, dass die Manager die Transaktionskosten mittlerweile stärker kontrollieren, wobei sich nur wenige bei der Überwachung der Kosten lediglich auf eine Beurteilung verlassen. Mehr als die Hälfte (55% in Großbritannien, 51% in Europa) glaubt, dass sie bereits ein umfassendes Überwachungssystem verwenden und ein Drittel (30% in Großbritannien, 29% in Europa) plant die Implementierung zusätzlicher Analysen.
Die Unterstützung der Vorschläge der britischen Financial Services Authority (FSA) zur Entbündelung von Brokerage-Leistungen war stärker als erwartet, wobei knapp die Hälfte (45%) der britischen Umfrageteilnehmer die Vorschläge positiv bewertete. Drei von fünf Managern (57%) sagen voraus, dass es innerhalb der nächsten zwei Jahre zu einer Entbündelung von Provisionsvereinbarungen kommt, während sieben von zehn (71%) Managern der Ansicht ist, dass dies innerhalb der nächsten fünf Jahre auch in Europa der Fall sein wird.
Die Fearless Forecast-Studien für Europa, global und andere Regionen sind abrufbar unter http://www.merceric.com/2004fearlessforecast.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 14.01.2004

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×