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03.01.2005

16:05 Uhr

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Studie: Werterzielung deutscher Unternehmen

Vermeintliche "Wertvernichter" unter den börsennotierten Unternehmen erzielen in Wirklichkeit oft ...

Vermeintliche "Wertvernichter" unter den börsennotierten Unternehmen erzielen in Wirklichkeit oft erheblichen Wert. Das ist das überraschende Ergebnis der Studie Werterzielung deutscher Unternehmen, für die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt die 110 im HDAX (DAX30, MDAX und TecDAX) gelisteten AG's unter die Lupe genommen haben. Dabei wurde der von den Unternehmen realisierte Gewinn der risikofreien Verzinsung des im Unternehmen investierten Kapitals gegenübergestellt. Der Energiekonzern E.ON AG hat demnach 2003 über 1 Mrd. Euro Wert erzielt statt - wie nach herkömmlichen Wertbeitragskonzepten gemessen - 700 Mio. Euro "vernichtet". Auf den Plätzen zwei und drei folgen die SAP AG und die Deutsche Bank AG, die im selben Geschäftsjahr eine Werterzielung von 937 Mio. Euro bzw. von 928 Mio. Euro vorweisen konnten.
Gemessen wurde die Werterzielung mit der von PD Dr. Louis Velthuis , Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, entwickelten und von KPMG in die Praxis übertragene Kennzahl ERIC. Sie steht für "Earnings less Riskfree Interest Charge" und beantwortet dem Anleger die entscheidende Frage: Inwieweit ist es einem Unternehmen gelungen, mit dem von den Aktionären zur Verfügung gestellten Kapital einen Gewinn zu erwirtschaften, der größer ist als das Ergebnis einer Anlage desselben Kapitals in sicheren Wertpapieren - etwa in Staatsanleihen? Zu diesem Zweck wird der im Unternehmen realisierte Gewinn (vor Zinsen nach Steuern) mit der risikofreien Verzinsung auf das gesamte investierte Kapital verglichen. Aus Sicht der Aktionäre erzielen Unternehmen nur dann Wert, wenn sie mehr verdienen als die risikofreie Verzinsung.
In einer der kommenden Ausgaben des FINANZ BETRIEB werden Konzept und Studie ausführlich in einem Fachbeitrag dargestellt.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 03.01.2005

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