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16.01.2001

07:33 Uhr

Suche nach Alternativen

Die Deutsche Bahn will mehrere Fahrkartenschalter schließen

Um die Personalkosten zu senken, sind Schließungen in 250 bis 300 Städten im Gespräch, so ein Bericht der Süddeutschen Zeitung. Nun sucht die Bahn nach Alternativen, um den Ticketvertrieb zu sichern.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Deutsche Bahn (DB) will einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge in 250 bis 300 Städten außerhalb der Ballungsräume die Fahrkartenschalter in ihren Bahnhöfen schließen. Auf diese Weise wolle das Unternehmen vor allem die Personalkosten senken, berichtete die Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe. Bis zum vergangenen Jahr hätten Fahrkartenschalter mindestens eine Million DM Umsatz im Jahr erzielen müssen, künftig seien es 1,4 Mill. DM. "Was darunter ist, rechnet sich für uns nicht mehr", sagte der Leiter des Ticketvertriebs der Deutschen Bahn, Jürgen Büchy. Demnach sucht die Bahn in den betroffenen Orten nach "vernünftigen Alternativen". Das könne der Kiosk und der Bäcker im Bahnhof oder das Reisebüro und das Fremdenverkehrsamt sein, sagte Büchy weiter.

Die Bahngewerkschaft Transnet und die Allianz pro Schiene kritisieren das Vorhaben. "Der Kundenservice wird schlechter", sagte der Vorsitzende der beiden Organisationen, Norbert Hansen. Der Kunde brauche einen Ansprechpartner, der sich im Tarifsystem der Bahn auskenne.

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