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26.05.2000

15:16 Uhr

Im Rahmen der Wirtschaftsreformen in Ecuador hat die Regierung die Treibstoffpreise um bis zu 82 Prozent erhöht. Die Preissteigerung sei Teil der Übereinkunft mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), sagte der Minister für Energie, Pablo Terán, am Donnerstag im Rundfunk. Zugleich wurde der Mindestlohn für Angestellte um 30 auf 116 $ (240 DM) heraufgesetzt. Zur Stabilisierug der stark angeschlagenen Wirtschaft des südamerikanischen Landes hatte die Regierung im März die Währung von Sucre auf Dollar umgestellt. Daraufhin gewährten internationale Organisationen und die USA Ecuador milliardenschwere Kredite.

Der Sucre hatte in den vergangenen Jahren stetig an Wert verloren; gegenüber dem Dollar gab die ecuadorianische Währung 1999 um fast 200 Prozent nach. Die Kaufkraft der Mehrheit der 12,5 Mill. Ecuadorianer schrumpfte entsprechend. In der Bevölkerung war die Dollarsierung jedoch auf großen Widerstand gestoßen. Der Plan zur Einführung des US-Dollars war einer der Gründe, die im Januar zum Putschversuch der indianischen Bevölkerung gegen den damaligen Präsidenten Jamil Mahuad führten.

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