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26.01.2001

12:51 Uhr

"Sudetendeutsche Frage"

Tschechiens Regierungschef schließt breite Diskussion mit Bayern aus

Im Streit um angebliche tschechische Zugeständnisse in der "sudetendeutschen Frage" hat Ministerpräsident Milos Zeman eine breite Diskussion mit Bayern über Rückgabefragen ausgeschlossen. Tschechiens Partner in Eigentumsangelegenheiten sei die deutsche Regierung, sagte der Sozialdemokrat der Tageszeitung "Pravo" (Freitag-Ausgabe).

dpa PRAG. Mit Bundeskanzler Gerhard Schröder habe er sich aber bereits im März 1999 geeinigt, dass die Eigentumsfragen zwischen Tschechien und Deutschland beantwortet seien, betonte Zeman. Dem Regierungschef war in den vergangenen Tagen nach einem Besuch in München vom konservativen Parlamentspräsident Vaclav Klaus eine "Kehrtwende in der sudetendeutschen Frage" vorgeworfen worden, "die tschechische Interessen bedrohen könnte".

Zeman habe gegenüber Bayern zu große Zugeständnisse gemacht, hatte Klaus kritisiert. Darüber könne er nur lächeln, sagte Zeman der "Pravo". "Ich habe am Dienstag in München über grenzüberschreitende Zusammenarbeit gesprochen, und ich sage eindeutig, dass ich mir wünsche, dass sich daran auch unsere früheren Mitbürger beteiligen", betonte der 56-Jährige.

Auch Präsident Vaclav Havel wollte sich der Kritik von Klaus nicht anschließen. Anhand dessen, was er bisher über die Reise wisse, sehe er keinen Grund, den München-Besuch anzuzweifeln, zitierte "Pravo" am Freitag das Staatsoberhaupt.

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