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09.06.2000

12:17 Uhr

Süddeutscher Verlag und Evangelische Kirche verständigen sich auf neues Konzept

Das "Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt" wird zum Monatsmagazin

Das traditionsreiche "Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt" wird 52 Jahre nach der Gründung in ein Monatsmagazin umgewandelt.

dpa MÜNCHEN/HAMBURG. Nach mehrmonatigen Verhandlungen einigten sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die die Wochenzeitung im vergangenen Jahr mit neun Mill. DM subventioniert hatte, und der Süddeutsche Verlag (München) auf ein Kooperationsabkommen. Das evangelische Magazin mit Sitz in Hamburg soll künftig einmal im Monat unter anderem der "Süddeutschen Zeitung" beigelegt werden.

Mit dem neuen Magazin wolle die evangelische Kirche breitere Leserkreise ansprechen, teilte die Süddeutsche Verlag GmbH (SV) am Freitag in München mit. Rat und Synode der EKD hatten sich im Herbst des vergangenen Jahres grundsätzlich für die vom Süddeutschen Verlag vorgeschlagene Umwandlung in ein Monatsmagazin ausgesprochen. Die Kirche will das Magazin künftig nur noch mit jährlich 4,5 Mill. DM bezuschussen. Die verkaufte Auflage der Zeitung ist drastisch gesunken und lag im ersten Quartal dieses Jahres nur noch bei knapp über 35 000 Exemplaren.

Die SV GmbH war seit 1993 neben zwölf evangelischen Landeskirchen zu 50 Prozent Gesellschafterin der Hansischen Druck- und Verlagshaus GmbH, die das 1948 gegründete "Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt" verlegte. Der Süddeutsche Verlag übernahm nun die landeskirchlichen Anteile und gliederte den Verlag in eine neue Tochtergesellschaft aus. Die evangelische Kirche werde weiterhin die Verantwortung als Herausgeber tragen, hieß es.

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