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24.03.2003

08:09 Uhr

Südlich von Bagdad

Alliierte entdecken verdächtige Chemiefabrik

Möglicherweise konnten in der Fabrik Chemiewaffen hergestellt werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht.

Foto: dpa

Foto: dpa

rtr WASHINGTON. US-Truppen sind Medienberichten zufolge bei ihrem Vormarsch in Irak am Sonntag auf eine vermutete Chemiewaffen-Fabrik gestoßen.

Soldaten der ersten Brigade der dritten Infanterie-Division hätten die Fabrik bei Nadschaf 160 Kilometer südlich von Bagdad entdeckt, berichteten Korrespondenten des US-Fernsehsenders Fox und der Zeitung "Jerusalem Post" unter Berufung auf Kreise des US-Verteidigungsministerium. Bei der Einnahme der Fabrik durch die US-Truppen hätten sich rund 30 irakische Soldaten kampflos ergeben. Ein US-Soldat sei leicht durch einen Sprengsatz verletzt worden, als er sich den Weg in die eingezäunte Anlage gebahnt habe.

Die Anlage, zu der neben der vermuteten Chemiewaffen-Fabrik auch Kasernen gehören, ist den Berichten zufolge rund 40 Hektar groß und durch einen elektrischen Zaun gesichert. Der Komplex sei so getarnt worden, dass er aus der Luft nicht habe entdeckt werden können. Das US-Central Command bestätigte zunächst nicht, dass es sich um eine Chemiewaffen-Fabrik handelt.

Die USA werfen Irak vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen. Irak bestreitet dies jedoch. Verschiedene Resolutionen der Vereinten Nationen (UNO) verbieten Irak den Besitz atomarer, biologischer oder chemischer Waffen. Die USA wollen die Abrüstung Iraks auf militärischen Weg erreichen und fliegen seit Donnerstag Angriffe auf Ziele in Bagdad und anderen irakischen Städten. Zudem haben sie eine Bodenoffensive eingeleitet.

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