Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.01.2001

13:06 Uhr

Sunday Times

Rover dementiert Bericht über Aufbrauch der Barmittel

Der britische Automobilhersteller wehrt sich gegen Gerüchte, bis März 2002 sei der Barmittelbestand des Unternehmens aufgebraucht.

Reuters LONDON. Der britische Automobilhersteller MG Rover hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach die Barmittel des Unternehmens bis zum Jahr 2002 erschöpft seien. Der Bericht sei irreführend und scheine ein Versuch zu sein, den Geschäften des Unternehmens zu schaden, teilte Rover am Sonntag mit. In einem Artikel der britischen "Sunday Times" hatte es zuvor geheißen, nach Einschätzung des Boards von Rover werde das Unternehmen bis zum März 2002 seinen Barmittelbestand aufgebraucht haben, falls bis dahin kein Partner gefunden sei, der bis zu umgerechnet 1,24 Mrd. DM in den Automobilhersteller investiere. Zudem hatte die Sonntagszeitung unter Berufung auf einen Brief an Rover-Händler berichtet, der Automobilproduzent plane eine Erhöhung seiner Fahrzeugpreise in Großbritannien.

Es sei nicht der Fall, dass das MG-Rover-Board "der Überzeugung sei, das Unternehmen werde bis 2002 seine Barmittel aufgebraucht haben," teilte das Unternehmen mit. In dem durch den derzeitigen Geschäftsplan abgedeckten Fünf-Jahres-Zeitraum verfüge Rover hingegen über einen positiven Barmittelbestand. Auch plane Rover weder seine Autopreise in Großbritannien zu erhöhen, noch habe es sein Händlernetzwerk über eventuelle derartige Schritte informiert. Nach Angaben von Rover hat das Unternehmen zudem in den vergangenen drei Monaten über den Planungen liegende Umsätze erwirtschaftet. Rover werde daher nicht nur seine Ziele erfüllen sondern sie sogar übertreffen, hieß es weiter.

Der BMW-Konzern hatte im Mai seine damalige Tochter Rover für einen symbolischen Preis von 10 Pfund an das Phoenix-Konsortium verkauft, das Rover mittlerweile kontrolliert. In jüngster Zeit waren immer wieder Spekulationen aufgetaucht, wonach der Automobilproduzent Liquiditätsprobleme haben könnte und die derzeitigen Besitzer nicht über die nötige Strategie verfügten, das langfristige Überleben des Unternehmens zu sichern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×