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11.03.2004

18:31 Uhr

Systemhaus legt im Geschäftsjahr 2003 zu

Auftragsbücher von T-Systems sind gut gefüllt

Die Auftragsbücher der Telekom-Systemhaus - und Großkundensparte T-Systems sind mit derzeit 12,6 Mrd. Euro prall gefüllt. Der Auftragsbestand von mehr als dem Jahresumsatz 2003 "sichert die Basis für weiteres Wachstum im Jahr 2004", sagte Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick.

tnt BONN. Trotz einer vergleichsweise mageren Umsatzsteigerung von 1,2 % auf 10,61 Mrd. Euro im Jahr 2003 ist die Telekom-Führung mit der Entwicklung bei T-Systems zufrieden. Vor allem die Verbesserung des um Sondereffekte bereinigten Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 23 % auf 1,41 Mrd. Euro ist für Eick ein "echtes Highlight" der Jahresergebnisse 2003.

Allerdings waren es vor allen Dingen das Wachstum im Bereich Telekommunikation (plus 5,3 %) sowie ein hartes Sparprogramm, die T-Systems über die Gewinnschwelle trugen. Weiterhin rückläufig mit einem Minus von 2,3 % war dagegen der Umsatz mit IT-Dienstleistungen - dazu gehören der Betrieb von Rechenzentren sowie Planung und Umsetzung von IT-Projekten für Unternehmenskunden. Doch trotz rückläufiger Umsätze betreut T-Systems noch immerhin 1,3 Millionen PC-Arbeitsplätze in Deutschland und Europa, darunter bei Großkunden wie Daimler-Chrysler oder Airbus. Wegen der lauen Nachfrage der Unternehmen nach IT-Projekten aus dem Bereich Systemintegration schneiden auch Konkurrenten wie IBM, CSC, EDS und Siemens SBS kaum besser, teilweise sogar deutlich schlechter ab.

Offensichtlich zeigt die im vergangen Jahr von dem neu berufenen Spartenchef Konrad Reiss eingeleitete Neuausrichtung Wirkung. So hat T-Systems viele Prozesse gestrafft und den Vertrieb neu organisiert. Aber auch durch ein umfassendes Sparprogramm wurden 300 Mill. Euro eingespart - rund die Hälfte durch niedrigere Miet- und Leasingkosten sowie durch ein besseres Forderungsmanagement.

Immer noch ein Drittel seines Umsatzes macht T-Systems mit Dienstleistungen für den Telekom-Konzern. Dieser Anteil könnte 2004 auch steigen. Denn im Rahmen der Agenda 2004 will Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke ab sofort verstärkt IT-Services für mittelständische Unternehmenskunden anbieten. Der Vertrieb für den Mittelstand soll zwar laut Ricke "nach wie vor über die Festnetzsparte T-Com" erfolgen, doch die entsprechenden Leistungen würden dann von den IT-Spezialisten bei T-Systems als Dienstleistung für T-Com erbracht werden.

Nach außen will sich der im Jahr 2000 durch die Übernahme der Debis Systemhaussparte von Daimler Chrysler - und Telekom-Geschäftseinheiten entstandene IT-Dienstleister stärker auf Großaufträge konzentrieren. Neben Outsourcing liegt das Augenmerk auf Großprojekten, wie dem Auftrag zur technischen Integration des Maut-Systems. Seit wenigen Tagen liegt die unternehmerische Führung für das Projekt bei der Telekom, die Verantwortung für die technische Umsetzung bei T-Systems.

Quelle: Handelsblatt Nr. 050 vom 11.03.04 Seite 20

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