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25.07.2000

15:09 Uhr

T-Aktie unter 50 Euro

Dax schwankt rund um den Vortages-Schluss

An der Spitze des Dax wurde die am Morgen sehr gesuchte Telekom-Aktie vom Thyssen-Krupp-Papier abgelöst.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag um den Vortages-Schluss bewegt. An der Spitze des Dax wurde dabei die am Morgen sehr gesuchte Telekom-Aktie vom Thyssen-Krupp-Papier abgelöst. Am Ende des Kurszettels standen neben dem Softwareunternehmen SAP Autowerte, die jeweils rund zwei Prozent an Wert einbüßten.

Der Dax lag am Mittag um 0,05 % im Plus bei 7 332,42 Punkten. Der MDax aus 70 wichtigen Nebenwerten verlor 0,36 % auf 4 633,81 Punkte, während der NEMAX 50 (Performance-Index) am Neuen Markt mit 6 260,06 Punkten um 0,4 % im Plus lag.

Die kräftige Erholung der T-Aktie setzte sich am Mittag nicht fort. Das Papier lag zuletzt um 2,36 % im Plus, notierte bei 49,90 Euro aber erneut unter der 50-Euro-Marke. Der Wert war am Vormittag bis auf 51,43 Euro gestiegen. "Der Kurs der Deutschen Telekom ist eindeutig von der Nachrichtenlage geprägt", sagte eine Aktienhändlerin in Frankfurt. Auch handele es sich bei der T-Aktie um das einzige Papier unter den 30 Dax-Werten, dass wirklich Umsatz mache. Bis 14.00 Uhr wurden rund 14 Mill. T-Aktien gehandelt, deutlich mehr als im Durchschnitt.

"Ansonsten liegt der Markt aber ziemlich brach", berichtete die Brokerin. Es sei klar, dass Telekom-Aktien auf einem Niveau unter 50 Euro wieder eingekauft werden. Zumal inzwischen die kritischen Stimmen zum Kauf des amerikanischen Mobilfunkunternehmens VoiceStream verstummten: "Die Presse hat die Transaktion überwiegend positiv beurteilt", gab die Expertin zu bedenken.

An der Spitze des Dax wurde die Telekom von der ThyssenKrupp-Aktie abgelöst, die mit 5,23 % auf 18,10 Euro am meisten gewann. Nach dem Börsengang der Stahlsparte des Unternehmens könne die Aktie vor einer Neubewertung stehen, erklärte Analyst Jürgen Warssmann von der Hypo-Vereinsbank. Diese Marktauffassung habe dem Titel klaren Auftrieb verschafft.

Die Reaktion auf Marktgerüchte über eine bevorstehende Mitteilung über geringere Gewinne des Daimler-Chrysler -Konzerns stieß in Frankfurt weitgehend auf Gelassenheit. Daimler-Chrysler verloren zuletzt 0,81 % auf 57,53 Euro und damit nicht mehr als der Branchendurchschnitt. In New York hatte der Wert aus diesem Grund kräftig an Wert eingebüßt. "Dabei erwarten wir hier eigentlich eher ein neues Rekordergebnis", sagte die Expertin. Generell waren Autowerte in Frankfurt unter Druck. BMW-Aktien gaben 1,44 % auf 36,96 Euro ab. Volkswagen -Papiere verloren 2,17 % auf 45,00 Euro.

Der Euro schaffte im Mittagshandel am Devisenmarkt den Sprung über die Marke von 94 US-Cent und notierte mit 0,9410 $ fester. Die Dollarnote war damit 2,0790 DM wert.

Der Rentenmarkt bewegte sich kaum. Der Bund-Future notierte um 0,4 % fester mit 105,39 Zählern. Der Rentenmarktindex REX erhöhte sich um 0,3 % und notierte bei 109,61 Punkten. Die Deutsche Bundesbank ermittelte die Umlaufrendite mit 5,27 % niedriger als am Montag (5,32 %).

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