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22.06.2000

10:24 Uhr

Reuters MEXIKO-STADT. Mexiko hat am Mittwoch die Erhöhung seiner täglichen Erdölproduktion angekündigt. Vom 1. Juli an solle die Tagesförderung um 75 000 Barrel (ein Barrel entspricht 159 Liter) auf 1,745 Mill. Barrel angehoben werden, teilte das Energieministerium des nicht zur Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) gehörenden Landes mit. Das entspricht einer Anhebung von 4,5 %, ein Wert der deutlich über der von der OPEC zur vor in Wien beschlossenen Ausweitung der Förderung um drei Prozent liegt.

Die Entscheidung sei getroffen worden, um den internationalen Ölmarkt zu stabilisieren und die Dynamik der globalen Wirtschaft zu erhalten, hieß es in der Veröffentlichung des Ministeriums. Zuvor sei mit Ministern mehrerer Öl-produzierender Staaten, beraten worden, darunter OPEC - und Nicht-OPEC-Mitglieder.

Mit ihrem Drei-Prozent-Beschluss will die Opec nach eigenen Angaben dem Anstieg der Ölpreise entgegenwirken. Die OPEC-Produktion steigt damit zum 1. Juli um 710 000 Barrel pro Tag auf 25,4 Mill. Barrel pro Tag. Die Rohölpreise stiegen indes weiter. Händler sagten, die Erhöhung der Fördermenge könnte sich als unzureichend erweisen. Die Verbraucherländer, allen voran der weltgrößte Ölverbraucher USA hatten eine Ausweitung der Förderung angemahnt, um den jüngsten starken Preisanstieg ein Ende zu setzen.

Nach dem OPEC-Beschluss stieg der Rohölpreis auf über 31 $ pro Barrel an und lag damit weit über der von der OPEC angepeilten 25-Dollar-Marke. Die OPEC-Staaten vereinbarten ihr nächstes Treffen für den 10. September in Wien.

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