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29.01.2003

16:00 Uhr

Tarifverhandlungen

Bahn-Gewerkschaften verlangen fünf Prozent mehr

Die Gewerkschaften verlangen von der Deutschen Bahn AG Lohnerhöhungen von fünf Prozent und eine sofortige Angleichung der Ost-Tarife an das Westniveau.

Reuters BERLIN. Die Eisenbahnergewerkschaften Transnet und GDBA machten am Mittwoch in Berlin zum Auftakt der Verhandlungen deutlich, dass sie einen höheren Abschluss als den jüngsten im öffentlichen Dienst anstrebten. Man wolle Lohnerhöhungen zudem nicht durch Gegenleistungen schmälern lassen.

"Wir müssen eine Einkommensrunde führen. Wir sind nicht gewillt, uns auf Kompensationen einzulassen", sagte Transent-Chef Norbert Hansen nach der Sitzung der großen Tarifkommission. Die Forderung sei durch die enormen Produktivitätssteigerungen der Beschäftigten in den letzten Jahren gerechtfertigt. Der Vertrag soll nach dem Willen der Gewerkschaften eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Von den Erhöhungen sollen auch die Auszubildenden profitieren. Die Gewerkschaften vertreten rund 160 000 Eisenbahner. Die 50 000 Mitarbeiter in Ostdeutschland erhalten derzeit 90 Prozent des Westlohns.

Im öffentlichen Dienst erhalten die Beschäftigten nach Gewerkschaftsangaben in diesem Jahr 2,9 Prozent und im nächsten Jahr 1,85 Prozent mehr Lohn. Die Bahn AG hat bereits erklärt, dass sie auch Forderungen in dieser Größenordnung ablehnt. Zudem besteht sie auf regional unterschiedlichen Abschlüssen.

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