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14.01.2003

12:46 Uhr

Tarifverträge gekündigt

IG Metall will 35-Stunden-Woche im Osten

Zur Einführung der 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie hat der Vorstand der IG Metall hat am Dienstag einstimmig die Kündigung der Tarifverträge in Berlin, Brandenburg und Sachsen gebilligt.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Sollte bis Mitte März keine Verhandlungslösung erkennbar sein, werde die IG Metall auch die Verträge in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen kündigen, sagte Gewerkschaftschef Klaus Zwickel in Frankfurt.

Ziel sei es, die geltende 38-Stunden-Woche für alle 310 000 Beschäftigten in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie stufenweise um drei Stunden zu verkürzen. Dies sei ein Frage der "sozialen Gerechtigkeit". 13 Jahre nach der deutschen Einheit sei ein weiterer Schritt zu gleichen Arbeits- und Einkommensbedingungen in ganz Deutschland notwendig. Die Voraussetzungen für die weitere Arbeitszeitverkürzung seien günstig, da die Branche im Osten in den vergangenen Jahren einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht habe.

Die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in Ostberlin, Brandenburg und Sachsen und für die ostdeutsche Stahlindustrie hatten am Montag die Manteltarifverträge zur Arbeitszeit zum 30. April 2003 gekündigt. Dieser Bezirk hat eine Kündigungsfrist von drei Monaten, bei allen anderen ostdeutschen Tarifbereiche sind es nur vier Wochen. Zwickel bedauerte die "starre Haltung" der ostdeutschen Metall-Arbeitgeber, die Verhandlungen in zunächst ungekündigtem Zustand abgelehnt hätten.

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