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04.08.2000

13:49 Uhr

ap HELENA/USA. Die Lage in dem von den verheerendsten Waldbränden seit Jahrzehnten heimgesuchten Westen der USA ist unverändert ernst. Am Donnerstag wüteten nach Angaben der Behörden von Montana im Norden bis nach Nevada und Kalifornien im Süden auf einer Fläche von insgesamt 264 000 Hektar 60 Großbrände. Die Meteorologen konnten für die nächsten Tage keine Entwarnung geben, da weiter trockenes und heißes Wetter angesagt war. Schätzungsweise 20 000 zivile Feuerwehrleute und Soldaten aus 46 US-Staaten und Kanada sind bereits im Einsatz. Tausende Menschen mussten bereits evakuiert werden.

In Seattle im US-Staat Washington sprach die stellvertretende Innenministerin Sylvia Baca von der schlimmsten Brandsaison seit 50 Jahren. Bei fast 62 000 Einzelbränden sind in diesem Jahr bereits 1,44 Mill. Hektar Wald- und Buschland verbrannt. Die Trockenheit im Nordwesten des US-Staates Wyoming ist fast so verheerend wie 1988, dem Jahr des großen Brandes im berühmten Yellowstone-Nationalpark. Im Westen Montanas mussten die Brandbekämpfer vor den sich ausbreitenden Flammen weiter zurückweichen. Die Feuerwehrleute setzten immer mehr Löschhubschrauber ein.

Die Aussichten, die Brände vom Boden aus unter Kontrolle zu bekommen, schwanden in den teils unwegsamen Regionen weiter. Eine grundsätzliche Wetteränderung erwarten die Meteorologen erst für Oktober. Betroffen sind vor allem die Staaten Kalifornien, Nevada, Montana, Idaho, Utah, Wyoming und Texas.



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