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18.01.2001

21:33 Uhr

ap BUKAREST. In einem Fluss im Nordosten Rumäniens sind am Donnerstag nach einem Fernsehbericht Tausende tote Fische entdeckt worden. In einem Zufluss des Siret (Sereth) hätten die Behörden einen Zyanid-Gehalt gemessen, der um das 130-fache über dem erlaubten Wert lag, berichtete die private Nachrichtenagentur Mediafax. Die Anwohner wurden vor dem Verzehr von Fisch gewarnt. Zwei Mädchen wurden nach einem Fischessen mit einer Lebensmittelvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert. Ein Verwaltungsbeamter aus der Region Lespezi, 335 Kilometer nordöstlich von Bukarest, sprach von einer drohenden Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Über die Herkunft des Zyanids lagen widersprüchliche Meldungen vor.

In der rumänischen Aurul-Goldmine war es am 30. Januar vergangenen Jahres zu einer der bisher schwersten Umweltkatastrophen in Südosteuropa gekommen. Nach dem Bruch eines schlecht gesicherten Auffangbeckens gelangten mit Schwermetallen und Zyaniden verseuchte Abwässer in die Flüsse Theiß und Donau und führten zu einem massenweisen Fischsterben. Im März drangen aus einem Bergwerk weitere 20 000 Tonnen Schwermetalle in die Theiß.



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