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15.01.2003

20:10 Uhr

Teamchefs beschließen Änderungen

FIA setzt sich in der Formel 1 durch

Die Teamchefs der Formel 1 haben auf die wirtschaftlichen Probleme reagiert und sich auf umfassende Reglementsänderungen geeinigt. Mit den am Mittwoch auf dem Londoner Flughafen Heathrow beschlossenen und vom Internationalen Automobilsport-Verband (FIA) bekannt gegebenen Maßnahmen soll der enorme finanzielle Aufwand der Rennställe endlich eingeschränkt werden.

Siegesfahrt von Formel-1-Pilot Michael Schumacher, Foto: dpa

Siegesfahrt von Formel-1-Pilot Michael Schumacher, Foto: dpa

HB/dpa LONDON/HAMBURG. Damit setzte sich FIA-Präsident Max Mosley durch, der schon seit Monaten Maßnahmen zur Kostensenkung in der Formel 1 gefordert und den Teams fehlende Bereitschaft dazu vorgeworfen hatte. Im vergangenen Jahr waren das Prost- und das Arrows-Team Pleite gegangen.

In insgesamt vier Schritten bis 2006 sollen die Änderungen umgesetzt werden. Einige Maßnahmen greifen schon für die im März beginnende Saison. Unter anderem wurde die Telemetrie vom Auto zur Box und umgekehrt sowie der Funkverkehr zwischen Fahrer und dem Team verboten. Nur zwei Autos dürfen an einem Rennwochenende eingesetzt werden. Nach der letzten Qualifikation vor dem Rennen müssen die Wagen im so genannten Parc Fermé abgestellt werden, so dass die Mannschaften nicht mehr an ihnen arbeiten können. Auch die Traktionskontrolle, die Startautomatik und Automatikgetriebe werden untersagt.

Im Jahr 2004 sollen die Autos mit Standard-Bremsanlagen, einheitlichen Heckflügeln und langlebigen Komponenten ausgestattet werden. Ab 2005 darf der Motor erst nach zwei Grand-Prix-Wochenenden ausgetauscht werden, ab 2006 muss der Motor sogar sechs Rennen lang halten.

Bereits im vergangenen Oktober hatte die Formel-1-Kommission für 2003 einige Änderungen vorgenommen. So wurde unter anderem der Qualifikations-Modus und das Punktesystem modifiziert. Einschneidende Maßnahmen zur Kostendämpfung wurden damals noch abgelehnt.

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