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06.01.2012

22:29 Uhr

Apple

iPhone wird zur Daten-Sau

VonAxel Postinett

Mit dem neuen iPhone 4 S verbrauchen Nutzer doppelt so viel Datenvolumen wie mit dem Vorgängermodell. Selbst mit „Flatrate“-Verträgen geraten sie schnell in die Datenfalle. Auch den Mobilfunkanbietern droht eine Gefahr.

Mit dem iPhone 4S verbrauchen Nutzer doppelt so viel Datenvolumen wie mit dem iPhone 4. dapd

Mit dem iPhone 4S verbrauchen Nutzer doppelt so viel Datenvolumen wie mit dem iPhone 4.

San FranciscoSchlechte Nachrichten für Mobilfunkkunden: Nutzer des neuen iPhone 4 S verbrauchen im Schnitt doppelt so viel Datenvolumen wie iPhone 4-Nutzer und dreimal so viel wie die Nutzer eines Phone 3GS. Das hat der britische Online-Dienstleister Arieso in seiner aktuellen Studie zum Datenverkehr in Mobilfunknetzen festgestellt. Kunden mit limitierten Datenverträgen kommen also deutlich schneller an die Grenzen ihres Monatslimits und auch die Kunden von sogenannten „Flatrate“-Verträgen geraten in die Datenfalle. Bei ihnen wird die Datengeschwindigkeit meist nach vier oder fünf Gigabyte Datenverbrauch auf die praktisch unbrauchbare GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt. Unter GPRS ist zum Beispiel der neue Apple-Assistent Siri nicht mehr zu gebrauchen. Daneben steigt die Wahrscheinlichkeit, in Ballungsräumen auf überlastete Mobilfunknetze zu treffen.
Siri, Apples neuer Sprachassistent, könnte nach Erkenntnissen von Arieso höchstwahrscheinlich auch der Auslöser des Datenhungers sein. Alle Kommandos oder Anfragen des beliebten Dienstes werden über das Mobilfunknetz an Apple-Rechner im Web gesendet, dort verarbeitet und das Ergebnis zurückgeschickt. Mit Siri lassen sich SMS verfassen, Termine im Kalender anlegen oder Suchanfragen im Web ausführen. Auf dem iPhone 4 oder älteren Geräten funktioniert Siri dagegen nicht. 

Generell hat die Studie ergeben, dass gerade mal ein Prozent aller Smartphone-Kunden rund 50 Prozent des Datenvolumens verbrauchen. „Die Einführung neuer, immer intelligenterer Geräte in Verbindung mit gestiegenen Ansprüchen der Kunden schafft einen enormen Druck auf die Mobilfunknetze“, so Michael Flanagan, CTO von Arieso. „Kapazitätsengpässe sind weiter eine reale Gefahr.“ Mobilfunkanbieter, die gerade erst neu das iPhone 4S in ihren Netzen eingeführt haben, könnten also bald böse Überraschungen erleben. AT&T, erster Exklusivpartner für Apples iPhones in den USA, hatte lange mit massiven Beschwerden über langsame Datenverbindungen in Ballungsräumen wie New York oder San Francisco zu kämpfen und musst seine Netze mit hohem Aufwand ausbauen. Wenn sich zum Beispiel tausende Apple-Jünger zu Großveranstaltungen des Konzerns in San Francisco treffen, ist heute noch mit Problemen beim Datenempfang in der Stadt zu rechnen.

Kommentare (17)

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User

06.01.2012, 22:38 Uhr

Bei den hohen Vertragspreisen wäre es mal angebracht dass in Deutschland die Netze besser ausgebaut werden. Deutschland verkümmert zum technischen Entwicklungsland in dem sich die Anbieter nur noch bereichern und das mindeste für den Nutzer tut !

christian

06.01.2012, 22:59 Uhr

Wenn ich als Bäcker morgen eine Studie in Auftrag gebe die beweisen soll, das männliche Brötchenesser potentere
Liebhaber sind, dann werde ich dieses Ergebnis bekommen -
garantiert :-)

Beobachter

06.01.2012, 23:07 Uhr

Aha..Und wer ist arieso? Warum erklärt die Redaktion nicht, um wen es sich bei arieso handelt? Wer sind die Auftraggeber der Studie von arieso? Woraus finanziert sich arieso?
Gibt es andere, vergleichbare Studien zum Datenbedarf von Smartphones?

Das ist einfach schlechte, tendenziöse Berichterstattung und folgt der täglich schlechter werdenden journalistischen Qualität dieses Blattes. Schade.

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