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02.11.2012

13:52 Uhr

Apple-Tablet geht an den Start

Das sagt die Fachwelt übers iPad Mini

Ist das iPad Mini sein Geld wert? Vor dem Verkaufsstart konnten einige Tester den Tablet-Computer unter die Lupe nehmen. Ihr Fazit ist positiv – einige Käufer sollten aber trotzdem noch Geduld haben.

Das iPad mini ist im Handel

Video: Das iPad mini ist im Handel

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DüsseldorfApple hat das iPad geschrumpft – am heutigen Freitag beginnt der Verkauf des Mini-Tablets. Wie üblich hat der Hersteller das Gerät einigen ausgewählten, mehr oder weniger Apple-affinen Testern vorab zur Verfügung gestellt. Ihr Fazit fällt überwiegend positiv aus. Trotzdem könnte es sich für Kunden lohnen, noch ein bisschen zu warten.

Das iPad Mini ist deutlich kleiner, dünner und leichter als sein großer Bruder: Der Bildschirm misst 7,9 Zoll (rund 20 Zentimeter), das Gehäuse ist gut 7 Millimeter dick. Und mit gut 300 Gramm wiegt das Gerät ähnlich viel wie ein Taschenbuch und nur halb so viel wie das großes iPad.

Tablet-Markt: Apple gegen den Rest

iPad

Apple hat mit dem iPad die Nase vorn: 2012 dürfte der Konzern nach Einschätzung des IT-Marktforschungsunternehmens Gartner 73 Millionen Geräte abgesetzt haben – das entspricht einem Marktanteil von gut 61 Prozent. Endgültige Zahlen für das Gesamtjahr liegen allerdings noch nicht vor.

Android

Bei den Smartphones ist Android das mit Abstand am häufigsten installierte Betriebssystem, nicht jedoch bei den Tablets. Die verschiedenen Hersteller verkauften 2012 zusammen voraussichtlich 38 Millionen Geräte, ein Marktanteil von 32 Prozent. Darin ist das Kindle Fire von Amazon, auf dem eine modifizierte Android-Version zum Einsatz kommt, enthalten. Immerhin bedeutet das eine deutliche Steigerung: 2011 verkauften die Android-Hersteller nur 17 Millionen Geräte (29 Prozent Marktanteil).

Windows 8

Windows spielt bei den Tablet-Computern noch keine Rolle, doch das sollte sich mit dem Start von Windows 8 im Herbst 2012 ändern. Das neue Betriebssystem von Microsoft eignet sich auch für die Touch-Steuerung der mobilen Geräte. Gartner geht davon, dass der Software-Konzern und seine Partner 2012 rund fünf Millionen Tablets verkauften – das entspräche 4 Prozent Marktanteil.

Playbook

Blackberry spielt mit seinem Playbook kaum eine Rolle. 2011 verkaufte Hersteller RIM weniger als eine Million Geräte mit dem Betriebssystem QNX, 2012 dürften es 2,6 Millionen gewesen sein (2,2 Prozent). Ob ein Gerät mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 herauskommt, ist derzeit noch nicht bekannt.

Das Kompaktformat kommt bei den Testern gut an: Es sei leicht in einer Hand zu halten, ohne dass der Arm ermüde, schreibt etwa Walt Mossberg im „Wall Street Journal“. „Bislang passte das iPad in keine Handtasche, in keine Sakkotasche, in keine Gesäßtasche. Jetzt schon. Auch wenn es beim Sitzen stört“, meint Thomas Heuzeroth von der „Welt“.

Trotz der Schrumpfung ist das iPad Mini ein vollwertiger Tablet-Computer: Das Display hat wie das iPad 2 eine Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten. Damit laufen alle 700.000 samt der 275.000 fürs Tablet optimierten Apps auf dem Gerät – ein großer Pluspunkt, wollen doch viele Nutzer im Apple-Kosmos nach Software, Musik und Videos suchen. „Die Apps laden langsamer (als beim großen iPad), aber die meisten laufen innerhalb von ein oder zwei Sekunden“, hat Tim Stevens von Engadget festgestellt. Im Alltag mache sich das kaum bemerkbar.

Lob bekommt Apple für die Verarbeitung des Gerätes, das sich mit seiner Aluminiumschale von den Plastikkonkurrenten abhebt. Auch die beiden Kameras bekommen passable Noten.

„Wenn das Gerät eine Schwäche hat, ist es der Bildschirm“, schreibt MG Siegler vom US-Blog Techcrunch. Wer das „Retina“-Display vom iPad 3 – bei dem das Auge keine Einzelpixel mehr unterscheiden kann – gewohnt sei, bemerke den Unterschied deutlich. Er gLohlaubt allerdings nicht, dass sich das großartig auf die Verkaufszahlen auswirkt, schließlich legten sich viele Kunden auch immer noch ein iPad 2 ohne Retina-Display zu.

All das hat allerdings seinen Preis: Im Vergleich zu Kindle Fire und Nexus 7 ist das Apple-Gerät ziemlich teuer. Schon der Einstiegspreis für die 16-Gigabyte-Variante liegt bei rund 330 Euro. Wer mehr Speicher oder Mobilfunk-Empfang will, zahlt bis zu 660 Euro. „Billiganbietern macht Apple damit keine Angst“, stellt Matthias Kremp von Spiegel Online fest. Dafür bekomme man aber auch ein echtes iPad.

Wer das Kleine haben will, sollte allerdings überlegen, ob nicht noch ein bisschen Zeit ist. Zum Start ist nur die WLAN-Variante verfügbar, ein Gerät mit Mobilfunk-Verbindung kommt erst Ende November heraus.

Von

chk

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

02.11.2012, 14:53 Uhr

Und das mit 3G kostet dann 899,- EUR oder wie? Sorry, aber dann lieber ein iPad 2. Übrigens kommt am 13. das Nexus 7 mit 3G, das dann 379-399,- EUR kostet. Aber es war ja vorher schon bekannt, dass Apple gar nicht günstig verkaufen möchte, weil sonst das iPad 3 insgesamt weniger verkauft würde. Daher ist der Preis vom iPad Mini sogesehen eine gute Entscheidung.

J_ecoute_bien

03.11.2012, 16:35 Uhr

Noch eins dieser iTamagochis? Und dass man als Weitsichtiger sowieso nicht nutzen kann.

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