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15.09.2015

19:34 Uhr

Apple-Tablet iPad Pro

Das Über-iPad für Geschäftskunden

VonAxel Postinett

Apple versucht mit seinem neuen iPad Pro den schwächelnden Absatz der Tablet-Computer zu stärken. Doch wie schneidet es ab im Vergleich mit seinem Rivalen Microsofts Surface Pro 3?

Die technischen Details sind beeindruckend. ap

iPad Pro

Die technischen Details sind beeindruckend.

San FranciscoJetzt ist eigentlich alles komplett. Nach zwei strategischen Partnerschaften mit IBM und Cisco, um iPads in die Unternehmen zu bringen, hat Apple nun ein Riesen-Tablet mit physischer Tastatur und einem Bedienstift als Zubehör präsentiert. Offenbar, weil es genau das ist, worauf der mobile Straßenarbeiter gewartet hat.

Das iPad Pro drängt sich mit einem 12,9-Zoll-Bildschirm in die Reihe der Geräte, die Laptops wie Lenovos Thinkpads oder Apples MacBook Air die Kundschaft abjagen wollen. Schärfster Gegner ist Microsofts Surface Pro 3.

Trotz aller Häme hat Microsoft bei seinen Tablets bislang nicht nachgegeben und sich einen Platz in der Geschäftskundennische erkämpft. Ein Umsatz von 3,6 Milliarden Dollar im abgelaufenen Finanzjahr, 65 Prozent mehr als im Vorjahr, spricht dafür, dass Microsoft-Chef Satya Nadella mit Surface etwas gefunden hat, an dem es sich lohnt festzuhalten.

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Steve Jobs lästerte über Eingabestifte – nun bringt Apple sein neues iPad Pro selbst mit so einem Zubehör heraus. Das kann man lachhaft finden, aber auch ziemlich geschickt. Ein Kommentar.

Und der Einstieg von Apple untermauert diese Annahme noch mehr. Genauso wie Microsofts 12-Zoll-Tablet Surface Pro 3 ohne das „Pflichtzubehör“ Tastatur und Stylus nur die Hälfte wert ist, genauso ist das iPad Pro ohne smarte Tastatur und Pencil nur ein absurd überdimensioniertes Tablet. Da die deutschen Preise leider noch nicht bekannt sind, wenden wir uns erst mal den amerikanischen zu.

In den USA kostet die stoffüberzogene Apple-Tastatur, die auch als Schutz und Schreibtischständer dient, 169 Dollar und ist damit um 40 Dollar teurer als das Microsoft-Pendant. Der Stift ist mit 99 Dollar locker doppelt so teuer wie der von Microsoft. Dafür verspricht Apple wenigstens, ein paar Ersatzspitzen mitzuliefern. Denn durch den teilweise hohen Druck auf den Bildschirm ist der „Pencil“ schnell abgenutzt.

Die technischen Details sind beeindruckend. Der A9X-Prozessor ist laut Apple schneller als 80 Prozent der im vergangenen Jahr verkauften Laptops. Doch ist deshalb das Pro auch das bessere Laptop? Als Betriebssystem läuft iOS, bekannt von iPhone und iPad, und nicht ein ausgewachsenes Computer-Betriebssystem wie Windows 10. Für so manchen Anwender aus der Unternehmenswelt macht genau das aber den Unterschied zwischen einem Arbeitswerkzeug und einem Spielzeug aus. Auch auf Apples Laptops läuft OS X, nicht iOS.

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