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18.02.2014

12:58 Uhr

Bitkom-Zahlen

Smartphones beherrschen Mobilfunkmarkt

80 Prozent aller in Deutschland verkauften Mobiltelefone sind Smartphones. Die Verkäufe machten in den vergangen Jahren einen zahlenmäßig großen Sprung. Allerdings tendiert der Markt zur Sättigung.

Ohne Touchpad geht nichts mehr: Smartphones werden am meisten verkauft. dpa

Ohne Touchpad geht nichts mehr: Smartphones werden am meisten verkauft.

BerlinDer Deutsche Mobilfunk-Markt wird von Smartphones beherrscht. In diesem Jahr werden etwa vier von fünf der in Deutschland verkauften Mobiltelefone Smartphones sein, geht aus Zahlen des IT-Branchenverbandes Bitkom hervor. Am Umsatz mit Handy-Verkäufen dürften sie sogar 97 Prozent ausmachen.

Angesichts der einsetzenden Sättigung wird aber die Wachstumskurve beim Absatz flacher. In diesem Jahr werden die Smartphone-Verkäufe in Deutschland um 12,3 Prozent auf 29,6 Millionen Geräte steigen, wie der Verband am Dienstag prognostizierte. Im vergangenen Jahr lag die Wachstumsrate noch bei 22,6 Prozent nach 35,2 Prozent 2012.

Fakten zur Smartphone-Sucht

1

1 mal pro Stunde checken Erwachsene ihr Handy. Erst checken, dann strecken: Jeder dritte Handy-Besitzer blickt nach dem Aufwachen als Erstes aufs Display, jeder zweite sagt als letzte Amtshandlung vor dem Einschlafen seinem Handy „Gute Nacht.“

(Quelle: Anitra Eggler, „Facebook macht blöd, blind und erfolglos.“)

3417

3417 Textnachrichten erhält ein amerikanischer Teenager zwischen 13 und 17 Jahren im Monat. Das sind bei einem 16-Stunden-Tag sieben bis acht Nachrichten pro Stunde.

68 Prozent

68 Prozent aller Handy-Besitzer leiden unter eingebildetem Vibrationsalarm. Sie erleben dieses Phänomen einmal pro Woche.

4,8 Milliarden

4,8 Milliarden Menschen besitzen ein Handy, hingegen nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Tendenz steigend: Täglich werden mehr Smartphones verkauft als Babys geboren.

20 Prozent

20 Prozent greifen nach dem Sex sofort zum Handy, hingegen nur noch 10 Prozent zur Zigarette danach.

60 Prozent

60 Prozent der britischen Jugendlichen können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen und bezeichnen sich selbst als „hochgradig abhängig“. Bei den Erwachsenen sind es nur 37 Prozent – lügen die?

1 von 10

1 von 10 Handynutzern weiß nicht, wo der Ausknopf ist.

1 von 10 greift beim Gottesdienst zum Handy.

1 von 10 nutzt sein Handy während des Sex.

2 von 10

2 von 10 schalten ihr Handy nie aus.

2 von 10 tippen beim Autofahren - das wirkt wie bei 0,8 Promille.

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3 von 10 Teens machen per SMS Schluss.

4 von 10

4 von 10 gehen nicht ohne Handy aufs Klo.

5 von 10

5 von 10 nutzen ihr Handy im Bett.

6 von 10

6 von 10 schlafen mit dem Handy - auf dem Nachttisch.

7 von 10

7 von 10 verzichten lieber auf Alkohol als auf ihr Smartphone.

Das Verhältnis zwischen Smartphones und einfachen Handys hat sich damit binnen fünf Jahren umgedreht. Noch 2009 machten Computer-Telefone erst 17 Prozent der Verkäufe aus. In diesem Jahr sollen es 82 Prozent sein. Das umgeschlagene Datenvolumen im deutschen Mobilfunk werde allein im Vergleich zu 2013 um 50 Prozent steigen. Dabei wachse der Umsatz mit mobilen Datendiensten aber deutlich schwächer um 5,5 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro.

Bitkom-Präsidiumsmitglied und Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum warnte abermals, den Telekom-Unternehmen könnte das Geld für den Ausbau der Datennetze fehlen. Die Erlöse aus der Sprachtelefonie seien angesichts von Flatrates unter Druck. Zudem würden die Telekom-Unternehmen durch das Vorgehen der EU-Kommission gegen Roaming-Gebühren für Telefonate im Ausland belastet.

Zudem forderte der Manager, die Frequenz-Lizenzen für GSM-Netze, die 2016 auslaufen, zu verlängern. Es sollte keine von Haushalts-Interessen getrieben Auktion geben, mahnte er. Die europäischen Mobilfunk-Anbieter beklagen sich schon seit Jahren über eine aus ihrer Sicht zu strenge Regulierung. Sie müssten die Milliarden-Investitionen in den Netzausbau auch wieder reinholen können, erklärte auch Schulte-Bockum am Dienstag.

Von

dpa

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