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25.06.2017

11:34 Uhr

Flugzeug-Fans in Hamburg

Planespotter im G20-Fieber

Planespotter reisen rund um den Globus, um besondere Flugzeuge zu fotografieren - etwa die Air Force One, die Dienstmaschine des US-Präsidenten. Zum G20-Gipfel dürften Tausende Flugzeug-Fans nach Hamburg strömen.

Der Airbus A340 Theodor Heuss der Flugbereitschaft der Bundeswehr bei der Landung auf dem Flughafen Hamburg, aufmerksam beobachtet von Planespottern. Zum G20-Gipfel in Hamburg werden zahlreiche Flugzeug-Fans aus ganz Europa in der Hansestadt erwartet. dpa

Planespotting am Flughafen Hamburg

Der Airbus A340 Theodor Heuss der Flugbereitschaft der Bundeswehr bei der Landung auf dem Flughafen Hamburg, aufmerksam beobachtet von Planespottern. Zum G20-Gipfel in Hamburg werden zahlreiche Flugzeug-Fans aus ganz Europa in der Hansestadt erwartet.

HamburgKai Block hat sie schon einmal fotografiert: Die Air Force One, die Dienstmaschine des US-Präsidenten. „Das war 2004 in Las Vegas“, erinnert er sich an einen der Höhepunkte in seinem Planespotter-Leben.

Block reist in seinen Urlauben dorthin, wo es seltene Flugzeugtypen oder ungewöhnlich lackierte Modelle zu sehen gibt. In die USA, nach Mittel- und Südamerika, nach Nahost und Asien, in bekannte und weniger bekannte Städte. Hauptsache, sie haben einen Flughafen.

Der G20-Gipfel in Hamburg ist für die Planespotter so etwas wie Ostern und Weihnachten am gleichen Tag. „Die Amerikaner kommen wohl mit beiden Präsidenten-Maschinen“, schwärmt Reiner Geerdts, einer der aktivsten Hamburger Planespotter. „Insgesamt fliegt die US-Delegation mit fünf bis sieben großen Boeings.“

Nach den Informationen der Planespotter kommen die Saudis mit zehn Großflugzeugen. Eine seltene Attraktion auf deutschen Flughäfen sind auch die Regierungsmaschinen aus Korea und Japan. Offiziell bestätigt ist das alles nicht, sondern es handelt sich um Gerüchte in dieser besonderen Insider-Szene.

Gute Foto-Plätze sind rar

Insgesamt dürften mehr als 100 besondere Flugzeuge zum Gipfel am 7. und 8. Juli auf dem relativ kleinen Hamburger Flughafen starten und landen. Die Air Force One von US-Präsident Donald Trump bleibt angeblich startbereit in Fuhlsbüttel stehen. Sicher und auch offiziell bestätigt ist: Andere Maschinen werden auf Flughäfen in der Umgebung geparkt.

Für die Planespotter beginnt in diesen Tagen die heiße Phase, wenn Transportmaschinen vorab das Equipment der Delegationen heranschaffen, zum Beispiel die US-Präsidentenlimousine und Militärhubschrauber.

Aus ganz Europa werden Planespotter nach Hamburg anreisen. „Das werden mindestens 1000“, schätzt Block. „Vielleicht auch 3000.“ Ob sie alle gute Foto-Positionen finden können, ist noch offen, denn auch rund um den Flughafen sind zum G20-Treffen weiträumige Absperrungen geplant.

Großereignisse wie der Gipfel ziehen Planespotter magisch an. Erst kürzlich, so erzählt es Geerdts, sei er gemeinsam mit seinem ebenfalls vom Planespotter-Virus infizierten Sohn zum Finale der Europa League nach Stockholm geflogen. „Für 39 Euro, da musste ich einfach fliegen.“

Es spielte Ajax Amsterdam gegen Manchester United, doch das war nicht die Hauptsache. Vater und Sohn haben das Match nicht gesehen, aber die Flugzeuge auf dem Rollfeld des Flughafens Arlanda, die zum Finale angereist waren. „Wenn Engländer mitspielen, sind meistens auch ein paar interessante Privatmaschinen dabei.“

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