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09.02.2004

08:18 Uhr

Britischer Mobilfunkkonzern erwägt Angebot für AT&T Wireless

Vodafone ringt um US-Strategie

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone erwägt, ein Übernahmeangebot für die US-Gesellschaft AT&T Wireless abzugeben. Wie aus informierten Kreisen verlautete, verhandelt Vodafone daher mit seinem US-Partner Verizon Communications über einen Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen Verizon Wireless.

wsj/and/slo NEW YORK. Dies wäre spätestens dann notwendig, wenn Vodafone erfolgreich für AT&T Wireless bieten sollte. Die Frist für ein Gebot läuft am kommenden Freitag aus.

Vodafone ist derzeit mit 45 % an Verizon Wireless, dem Mobilfunkmarktführer in den USA, beteiligt. Als Juniorpartner sind die Aussichten sehr gering, dass die Briten dort unter eigenen Markennamen auftreten können. Das US-Geschäft bringt zudem nicht die erhofften Synergien, da Verizon Wireless eine andere Technik nutzt als Vodafone. Kunden des britischen Unternehmens müssen daher in den USA über das Netz eines Verizon-Konkurrenten telefonieren oder mit einem zweiten Mobiltelefon reisen. AT&T Wireless wäre daher ein besserer Partner für die Briten, da beide Unternehmen die gleiche Technik einsetzen.

Nach Informationen aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen diskutieren Vodafone und Verizon Communications derzeit, wie sie ihre Beziehungen während des Bietprozesses regeln. Denn die Briten wollen vor allem eines verhindern: Sie wollen in den USA nicht mit leeren Händen da stehen, wenn sie nicht den Zuschlag für AT&T Wireless erhalten, heißt es.

Bisher gilt Cingular Wireless, ein Gemeinschaftsunternehmen von SBC Communications und Bell South, als der Kandidat mit den besten Aussichten für eine Übernahme von AT&T Wireless. Cingular will mit einem Angebot von 30 Mrd. $ in bar in die Auktion gehen. Als potenzielle Bieter gelten auch die US-Mobilfunkgesellschaft Nextel und der japanische Mobilfunkmarktführer NTT Docomo, der bisher Mehrheitseigner bei AT&T Wireless ist. Das Unternehmen ist die Nummer drei auf dem US-Mobilfunkmarkt mit 22 Millionen Kunden.

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