Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.03.2016

13:42 Uhr

Aerotain Skye

Dieser Ballon ist eine Drohne

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Skye sieht zwar aus wie ein Ballon, ist aber längst nicht so behäbig. Es fliegt so agil wie eine Drohne und kann sogar mehr: Das Fluggerät ist dazu gedacht, Manöver über einer großen Menschenmenge zu fliegen.

Skye soll als fliegende Kamera Bilder aus Perspektiven liefern, die bisher nicht möglich waren. (Foto: pr)

Ballondrohne Skye

Skye soll als fliegende Kamera Bilder aus Perspektiven liefern, die bisher nicht möglich waren. (Foto: pr)

BerlinDrohnen bei Sportereignissen sind nicht ungefährlich, wie der österreichische Skifahrer Marcel Hirscher kürzlich feststellen musste, als ein Quadcopter ihn auf der Piste nur knapp verfehlte. Mit Skye, der Drohne des Schweizer Startups Aerotain, wäre das nicht passiert.

Das Fluggerät ist eigens für den Einsatz bei Sportveranstaltungen konzipiert. Dort soll es so wendig und präzise wie ein Multicopter fliegen und dadurch ganz neue Aufnahmeperspektiven ermöglichen – dabei aber so sicher sein wie die bisher schon bei Großveranstaltungen eingesetzten Kameraballons.

Skye ist ein knapp drei Meter großer Ballon aus Polyester. Vier drehbare Elektromotoren bewegen ihn präzise in jede Richtung: Er kann vorwärts, rückwärts und seitwärts fliegen, steigen oder sinken und sogar rollen. Gesteuert wird er per Hand mit einer 3D-Maus. Für große Hallen oder Stadien gibt es aber auch ein funkbasiertes Navigationssystem.

Die Drohne ist gedacht für den Einsatz bei Großveranstaltungen: Messen, Konferenzen oder Sportveranstaltungen. „Skye ist sicher genug, dass wir über Menschen fliegen können“, sagt Daniel Meier. Er ist Chef und einer der Gründer von Aerotain, einer Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich.

Skye soll als fliegende Kamera Bilder aus Perspektiven liefern, die bisher nicht möglich waren. Außerdem ist auf der Hülle viel Platz für Werbung.

Nun ist die Idee, Kameras an Ballons zu hängen, nicht neu. Schon seit einigen Jahren gibt es Ballons, unter denen eine Gondel mit einer Kamera hängt. Sie werden unter anderem bei Sportveranstaltungen eingesetzt. Ein solcher Ballon ist mit Motoren ausgestattet, mit denen er sich steuern lässt. Allerdings ist das System recht behäbig.

Anders Skye. „Wir können uns in jede Richtung bewegen und auch jede Orientierung stabilisieren. Das erlaubt uns, Manöver zu fliegen wie beispielsweise einen drehenden Bohrer oder einen rollenden Fußball“, erklärt Daniel Meier. Ausgangspunkt war die Anforderung, eine Kamera nahe bei Menschen sehr präzise zu steuern. Sie hätten dann einen Ballon gebaut, der sich sehr präzise navigieren lasse, berichtet der Entwickler.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×