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16.03.2017

13:05 Uhr

Bloat- und Crapware

Geschenkt ist noch zu teuer

Quelle:dpa

Kein Müll und keine Altlasten: Für viele Computernutzer gibt es nichts Schöneres als einen brandneuen Rechner. Doch manch ein frisch gekaufter Computer ist gar nicht so unberührt, wie man denken sollte.

So manch eine kostenlose Programmbeigabe kann man von neuen Rechnern gleich bedenkenlos deinstallieren. dpa

Programme deinstallieren

So manch eine kostenlose Programmbeigabe kann man von neuen Rechnern gleich bedenkenlos deinstallieren.

Kein Müll und keine Altlasten, vom Hochfahren bis zum Programmstart läuft einfach alles: Für viele Computernutzer gibt es nichts Schöneres als einen brandneuen Rechner. Doch manch ein frischgekaufter PC ist gar nicht so unberührt, wie man denken sollte.

Oft ist auf Neugeräten neben dem Betriebssystem noch andere Software installiert. Fachleute sprechen von Bloat- oder Crapware, abgeleitet von den englischen Wörtern für „aufblähen” oder „Mist”. Glaubt man den unzähligen Klagen genervter Computerkäufer in Foren und Produktbewertungen, passt der Name.

Fragt man Computerhersteller nach vorinstallierter Software, klingt das naturgemäß anders: „Unsere Umfragen haben ergeben, dass Nutzer sich einfach zugängliche Apps wünschen, die es ihnen erlauben, produktiv zu sein und unterhalten zu werden”, heißt es zum Beispiel von Lenovo. Gleichzeitig verweist das Unternehmen darauf, dass Nutzer Testversionen zusätzlicher Programme leicht entfernen können.

Bei Asus sollen Computerkäufer über ein System namens Giftbox selbst auswählen, welche Programme sie installieren. Sogenannte Pure-Installationen ohne weitere Programme soll es bald ebenfalls geben – allerdings eher für erfahrene Nutzer. „Vorinstallierte Software ist in erster Linie dazu gedacht den Endanwender bei der Einrichtung seines Geräts zu unterstützen”, sagt Jan Schneider von Asus.

Tatsächlich ist nicht jede vorinstallierte Software automatisch schlecht: „Da gibt es schon Abstufungen”, sagt Jan Schüßler, Redakteur der Fachzeitschrift „c’t”. Manches sei sogar wichtig für den Rechner, Treiber für Hardware zum Beispiel. „Dann gibt es Tools, die direkt vom Hersteller des Rechners kommen, zum Beispiel für das Akkumanagement in einem Notebook”. Die könne man nutzen, rät der Experte – Pflicht ist es aber nicht.

Größtes Problem ist die Sicherheit

Und dann ist da noch die mitgelieferte Software von Drittherstellern: Virenscanner, Office-Pakete oder PDF-Reader zum Beispiel, gerne als Testversion, die sich nur ein paar Monate kostenfrei nutzen lässt. „Das ist vor allem optischer Ballast”, sagt Schüßler – mehr Icons auf dem Desktop, mehr Symbole im Startmenü, mehr Bewegung in der Taskleiste. Die Rechenleistung beeinträchtigt die Bloatware allerdings kaum, so der Experte. Ein Virenscanner könne das System aber schon ausbremsen. „Und viele Tools, die erst geladen werden müssen, verlangsamen eventuell den Systemstart.”

Größtes Problem von Bloatware ist aber die Sicherheit. „Das Problem mit Bloatware ist immer, dass man mehr Software hat als nötig”, erklärt Chris Wojzechowski vom Gelsenkirchener Institut für Internet-Sicherheit. „Und je mehr Software man auf einem Rechner hat, desto höher ist die Gefahr einer Sicherheitslücke.”

Und gerade vorinstallierte Tools machen immer wieder Probleme: Anfang 2015 hatte etwa Lenovo Ärger mit einer Bloatware namens Superfish, einem potenziellen Einfallstor für Hackerangriffe. Auf Dell-Rechnern wurden im gleichen Jahr unsichere Zertifikate für verschlüsselte Datenübertragung gefunden. Mitte 2016 entdeckten Experten Hintertüren in den automatischen Update-Tools mehrerer PC-Hersteller.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

17.03.2017, 13:52 Uhr

"Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

@HBO
das ist sogar unter meinem Niveau.
Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

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