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01.11.2017

09:31 Uhr

Think Phi

Ein Regenschirm, der Strom erzeugt

VonPreeti Mehra
Quelle:The Hindu Business Line

Ein indisches Paar hat ein Gerät entwickelt, das Regenwasser nutzbar macht und zugleich Sonnenlicht einfängt. Die größte Herausforderung für ihr Start-up war aber weder das Design noch die Technik.

Samit ist Informatiker und Ehefrau Priya hat einen Abschluss in Architektur und Nachhaltigem Design.

Das Gründer-Ehepaar

Samit ist Informatiker und Ehefrau Priya hat einen Abschluss in Architektur und Nachhaltigem Design.

MumbaiAls Samit und Priya Choksi nach einigen Jahren in den USA und Großbritannien nach Mumbai zurückkehrten, wollten sie eine Firma gründen. Das Paar wollte mit dem Geschäft nicht nur seine Rechnungen bezahlen, sondern auch die Welt ein bisschen verbessern. Samit ist Informatiker und Ehefrau Priya hat einen Abschluss in Architektur und Nachhaltigem Design. 2015 gründetet beide das Cleantech-Start-up Think Phi. Ihr ehrgeiziges Ziel: „Wir wollen das nachhaltigste Unternehmen der Welt werden.“

Das Paar wollte zunächst ein Produkt entwickeln, das in ihrer dürren Gegend Wasser spart. Ihre Erfindung kann gleichzeitig Regenwasser und Sonnenstrahlen nutzen. Das Produkt erhielt den Spitznamen „Ulta Chaata“, weil es ein bisschen einem umgestülpten Regenschirm ähnelt.

Der Solar-Regenschirm hat ein elegantes Design aus rostfreiem Stahl, ist mit nur 50 kg sehr leicht und hat einen 4x4 Meter großen Schirm. Dort sind Solarmodule so eingebaut, dass das Regenwasser hindurchfließen kann. Das patentierte System fängt 45.000 Liter Regenwasser ein und filtert es, während die Solarzellen 400 kW Energie und Licht erzeugen. Der Ulta Chaata kann einzeln oder in Gruppen aufgebaut werden. So ist es möglich, ihn flexibel etwa auf Parkplätzen anzubringen, wo er Elektroautos aufladen kann. Zudem ist er auch als Sonnenschirm für Restaurants oder andere Außenbereiche nutzbar.

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Testkunden des Unternehmens waren die Godrej Group, Immobilienhändler Rustomjee sowie die Krankenhäuser Poonawala und Masina. Als die Geschäfte immer besser liefen, konnte Think Phi dank der Finanzspritze des Tycoons Nimmagadda Prasad seinen Betrieb ausbauen. Heute hat Think Phi zwölf Mitarbeiter, darunter Ingenieure, Informatiker und Designer. Die Ulta Chaata-Familie hat mittlerweile zwei neue Modelle. Einer ist für Bushaltestellen oder Arbeitsplätze geeignet, wo man seine elektronischen Geräte aufladen kann.

Ein Solar-Regenschirm mit einer Spannweite von 20x20 Metern entwickelte die Firma auf Drängen von Chef von Tata Realty and Infrastructure, Sanjay G. Ubale. Der will ihn an Mautstellen auf Autobahnen einsetzen. „Die Zusammenarbeit mit Industrieführern verhilft neuen Firmen wie unserem zu mehr Kreativität“, sagt Priya. Die Unternehmen Tata, Mahindra, Godrej und weitere unterstützen das Start-up bei der Analyse und der Materialauswahl, um in neue Bereiche vorzudringen. Die Einzigartigkeit von Ulta Chaata liegt im edlen, funktionalen Design. „Ein gutes Design ist kein Erste-Welt-Privileg“, meint Priya Choksi.

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