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05.04.2006

11:15 Uhr

Computer

Microsoft gewinnt Großauftrag für „Windows Mobile“-Betriebssystem

Microsoft hat nach einem Medienbericht für sein neues Handy-Betriebssystem Windows Mobile 5 einen Großauftrag an Land gezogen und fordert damit den Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) heraus.

Ein Palm Treo Smartphone mit dem Microsoft-Betriebsystem Windows Mobile 5.0.

Ein Palm Treo Smartphone mit dem Microsoft-Betriebsystem Windows Mobile 5.0.

dpa REDMOND. Microsoft hat nach einem Medienbericht für sein neues Handy-Betriebssystem Windows Mobile fünf einen Großauftrag an Land gezogen und fordert damit den Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) heraus.

Der Software-Konzern werde den Vertrag mit der US-Bundesbehörde für Bevölkerungsstatistik für die Ausstattung von 500 000 Geräten am Mittwoch bekannt geben, sagte das Unternehmen gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. "Bislang hatte Blackberry den Markt für sich allein", sagte Microsoft-Manager Pieter Knook der Agentur. "Die Landschaft hat sich jetzt verändert."

Finanzielle Einzelheiten des Vertrags wurden nicht genannt. Microsoft erwarte innerhalb von drei Jahren einen Umsatz von einer Milliarde Dollar mit Windows-Mobile-Geräten gegenüber 337 Mill. Dollar im vergangenen Jahr, hieß es. Nach Schätzungen der Marktfroschung IDC könnte der Software-Riese den Absatz der Geräte jeweils in jedem der beiden kommenden Jahren verdoppeln. Allerdings käme Microsoft damit auf lediglich 13 Prozent des Marktes für Geschäfts- und Endkunden. RIM, so IDC-Analyst Kevin Burden, biete mit seinem Blackberry noch immer die Unternehmenslösung, an der sich andere messen müssten.

Besonders in Behörden, Institutionen und großen Unternehmen hatte bislang RIM seinen mobilen Blackberry platzieren können. Das Gerät war lange Zeit das einzige, das über eine besondere Technologie automatisch E-Mails empfangen und senden konnte. Im Frühjahr 2005 hatte Microsoft dann sein neues Betriebssystem Windows Mobile fünf vorgestellt, das unter anderem ebenfalls den E-Mail-Dienst über die so genannte Push-Technologie unterstützt. Inzwischen bietet eine ganze Reihe von Herstellern, darunter Motorola, Hewlett-Packard, Fujitsu-Siemens und sogar der Rivale und Taschen-PC-Pionier Palm Geräte mit Microsofts Betriebssystem an.

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