Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.09.2011

12:58 Uhr

Cyberkriminalität

Wenn das Smartphone zum Angriffsziel wird

VonIna Karabasz

Smartphones und Tablet-PCs sind mittlerweile fest in den Arbeitsalltag integriert. Doch das birgt Gefahren: Cyber-Kriminellen reagieren damit auf die rasante Verbreitung der Geräte mit immer ausgefeilterer Schadsoftware.

Mit immer ausgefeilteren Methoden versuchen Hacker an sensible Daten zu kommen. dpa

Mit immer ausgefeilteren Methoden versuchen Hacker an sensible Daten zu kommen.

DüsseldorfSo schnell kann es gehen: Kurz mit dem Kollegen im Lokal um die Ecke einen Kaffee getrunken, dabei das Smartphone auf den Tisch gelegt, aufgestanden, gegangen - und das Telefon vergessen. Dort liegt es nun, voll mit persönlichen und beruflichen Daten, die jetzt leicht an den Falschen geraten können.

Das Szenario ist bei Unternehmen laut einer Umfrage des IT-Sicherheitsanbieters McAfee unter 1500 IT-Verantwortlichen von allen Gefahren, die von mobilen Endgeräten ausgehen, besonders gefürchtet. Längst werden Smartphones oder Tablet-PCs für die Übermittlung sensibler Unternehmensdaten, wie Baupläne oder Design-Ideen genutzt. Die meisten Geräte sind mit dem Firmennetzwerk verbunden.

An die Informationen in einem Smartphone zu kommen, sei einfacher, als viele glauben, sagt Stuart Wheeler, Berater der IT-Sicherheitsfirma G Data. Wenn es dem Dieb etwa gelinge, das Telefon in die Finger zu bekommen, helfe auch keine Bildschirmsperre mehr. Oft reiche es aus, das Display etwas im Licht zu bewegen, um anhand der Wischspuren die Kombination für die Bildschirmsperre ablesen zu können.

Doch auch ohne sie in den Händen zu halten, dringen Kriminelle immer öfter in mobile Geräte ein. Zwar ist die Zahl der Schädlingsfamilien, die bisher auf Smartphones und Tablet-PCs gefunden wurden, mit etwa 150 eher gering - auf stationären Computern haben Experten bereits mehr als 50 Millionen Arten bösartiger Software, sogenannte Malware gefunden. Doch ihre Zahl steigt schnell.

Laut einem Malware-Report der Firma G Data ist die Zahl der Schadprogramme bei mobilen Endgeräten im ersten Halbjahr 2011 um das 3,7-Fache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Die Kriminellen reagieren damit auf die rasante Verbreitung der Smartphones: Der IT-Marktforscher Gartner geht davon aus, dass ab 2013 mehr Personen über ihr Handy ins Internet gehen als mit stationären Computern. Jedoch sind sich die meisten Nutzer der Gefahren nicht bewusst und verzichten auf Sicherheitsmaßnahmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×