Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.11.2015

09:22 Uhr

DxO One im Test

So wird das iPhone zur Topkamera

VonIna Karabasz

Schicke Fotos machen, ohne eine schwere Spiegelreflex zu schleppen – das verspricht die Aufsteckkamera DxO One. Mit ihrer Optik rüstet sie iPhone und iPad auf. Ein cleveres Konzept – mit einem Manko.

Mit der Aufsteckkamera gelingen schönere Schnappschüsse von Personen, als es selbst gute Smartphone-Kameras hinbekommen.

DxO One

Mit der Aufsteckkamera gelingen schönere Schnappschüsse von Personen, als es selbst gute Smartphone-Kameras hinbekommen.

Berlin, DüsseldorfSo schön die Ergebnisse auch sind: Fotofreunde lassen ihre Spiegelreflexkameras oft zu Hause, weil die Apparate schwer und sperrig sind. Nun will jemand dieses Problem nicht nur verstanden, sondern auch eine Lösung dafür gefunden haben: Die in San Francisco und Paris ansässige Firma DxO hat Anfang Oktober die One auf den europäischen Markt gebracht. Wenn dieses Zubehör auf iPhone oder iPad aufgesteckt wird, soll es Bilder in der Qualität einer Spiegelreflex machen, aber trotzdem immer noch in die Hosentasche passen. Hält das 600 Euro teure Gerät, was es verspricht?

Ein Versprechen ist leicht zu testen: Ja, die Aufsteckkamera passt in die Hosentasche. Sie ist mit 6,9 x 4,9 x 2,6 Zentimeter kleiner als eine Zigarettenpackung, dabei nur 108 Gramm schwer. Das einzige herausstehende Element, der Lightning-Anschluss für das iPhone, kann leicht eingeklappt werden. Die Technik für den Anschluss hat sich DxO patentieren lassen, da er nicht nur das Gerät zuverlässig an der Strombuchse des Telefons festhält, sondern sich auch problemlos drehen lässt. Damit kann der Fotograf beispielsweise die One hoch über den Kopf halten und das iPhone als Display trotzdem so einstellen, das er alles sehen kann.

Die Automatik, um den Anschluss ein- und auszuklappen, steckt im Verschlusssystem der Linse. Durch das Herunterschieben der Abdeckung wird zum einen die Kamera eingeschaltet und die Lightning-Anschluss ausgeklappt. Das geht schnell. Es reicht eine Rotphase an der Ampel, um das Smartphone aus der einen Tasche und die Kamera aus der anderen zu ziehen, das Handy zu entsperren, das Gerät aufzustecken und den Oldtimer zu fotografieren. Das würde zeitlich auch mit einer klassischen Spiegelreflexkamera klappen – vorausgesetzt sie hängt um den Hals und ist nicht tief in einer Tasche oder einem Rucksack vergraben. Allerdings geht die Kamera auch schnell an, wenn sie in die Hosentasche geschoben wird.

Tatsächlich gelingen mit der DxO One schönere Schnappschüsse von Personen, als es selbst gute Smartphone-Kameras hinbekommen – besonders, weil sie angenehme Unschärfen ermöglicht, die dem Foto mehr Tiefe geben. Dafür gibt es die gängigen Voreinstellung wie Sport, Landschaft oder Portrait, dazu kommt noch ein spezieller Selfie-Mode. Auch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit der Belichtung und der Blende zu spielen, wie man es von Spiegelreflexkameras kennt. Der Lichtempfindlichkeit reicht von 100 bis 51200 ISO. Mit bis zu 15 Sekunden Belichtungszeit gelingen auch im Dunklen schöne Aufnahmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×