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19.01.2012

11:45 Uhr

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Smartphone-Boom lässt SMS-Umsätze einbrechen

Mobile Telefone boomen weiter - doch mit dem Versand von SMS-Kurzmitteilungen verdienen die Mobilfunkunternehmen pro Gerät gerechnet deutlich weniger. Experten rechnen dank Smartphones mit dem schleichendem Ende der SMS.

SMS auf dem iPhone. Viele Smartphone-Kunden nutzen kostenlose SMS-Alternativen wie WhatsApp. dpa

SMS auf dem iPhone. Viele Smartphone-Kunden nutzen kostenlose SMS-Alternativen wie WhatsApp.

Hamburg/DüsseldorfTrotz Rekordzahlen beim weltweiten Versand von Handy-Kurznachrichten per SMS sinken die Umsätze der Netzbetreiber in vielen Ländern dramatisch. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“. Zwar wurden in Deutschland nach Schätzungen des Branchenverbands Bitkom 2011 mit rund 46 Milliarden Handy-Kurznachrichten elf Prozent mehr SMS verschickt als noch im Jahr zuvor. Im Gegensatz dazu sinken aber laut dem kürzlich vorgestellten „International Communications Market Report“ der britischen Regulierungsbehörde Ofcom die damit verbundenen Umsätze deutlich: Während Mobilfunk-Anbieter in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss monatlich im Durchschnitt noch 5,15 Euro umgesetzt haben, ist dieser Wert bis 2010 auf 1,90 Euro gefallen - also um rund 60 Prozent. Auch in Spanien, den Niederlanden, Italien und Großbritannien sanken laut dem Ofcom-Bericht die SMS-Umsätze je Anschluss.

Hauptursache für diese Entwicklung ist die wachsende Verbreitung von Smartphones. So können Nutzer bei immer mehr Modellen Software-Angebote wie WhatsApp installieren und damit via Datenfunkverbindung Kurzmitteilungen oder Fotos zu einem Bruchteil der sonst anfallenden SMS-Kosten versenden. Experten rechnen dem Magazinbericht zufolge damit, dass die immer günstigeren Smartphone-Preise zum schleichenden Ende der SMS führen werden.

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