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28.02.2012

21:34 Uhr

15 Zwischenfälle

Nachlässigkeit macht US-Atomkraftwerke zur Gefahr

Nach der Reaktorkatastophe in Fukushima hat Deutschland die Atomwende eingeleitet. Die USA dagegen beharrten auf dem Bau neuer Atomkraftwerke. Die bereits bestehenden Anlagen sind nicht so sicher wie gedacht.

Das Atomkraftwerk in Byron (USA) musste Ende Januar 2012 Dampf ablassen. dapd

Das Atomkraftwerk in Byron (USA) musste Ende Januar 2012 Dampf ablassen.

WashingtonIn den Atomkraftwerken der USA haben sich nach Angaben einer Wissenschaftlervereinigung im vergangenen Jahr 15 Zwischenfälle ereignet. Wie die atomkritische Union of Concerned Scientists (UCS) am Dienstag mitteilte, waren 13 der insgesamt 104 US-Atomreaktoren von Problemen betroffen, die potenziell schwerwiegende Folgen hätten nach sich ziehen können. Ein Großteil der Zwischenfälle sei eingetreten, weil die Betreiber der Kraftwerke nachlässig gehandelt hätten.

Die UCS bezog sich bei ihrem Bericht auf Daten der US-Atombehörde NRC. In der Anlage von Oconee im Bundesstaat South Carolina wurde bei Kontrollen demnach entdeckt, dass ein Notkühlsystem in den 1983 gebauten Reaktoren nie funktionsfähig gewesen sei. In den Anlagen Braidwood und Byron im Bundesstaat Illinois hätten die Angestellten seit 1993 das Wasser aus dem Kühlsystem teilweise umgeleitet, was im Ernstfall zu Problemen bei der Reaktorkühlung hätte führen können.

Ungeachtet der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hatte sich US-Präsident Barack Obama im vergangenen Jahr in einer Grundsatzrede eindeutig für den Bau neuer Atomkraftwerke ausgesprochen. Um die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern, hat die Regierung Kreditgarantien in Milliardenhöhe für den Ausbau der Kernkraft zugesagt. Washington betrachtet Atomkraft auch als Möglichkeit, im Kampf gegen die Erderwärmung den Ausstoß von Treibhausgasen zu drosseln.

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Anfang Februar gab die NRC erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten grünes Licht für den Neubau von zwei Atomreaktoren. Die beiden 1100-Megawatt-Blöcke sollen auf dem Gelände des Atomkraftwerks Vogtle des Energiekonzerns Southern Company im Bundesstaat Georgia entstehen und ab 2016 ans Netz gehen.

Von

afp

Kommentare (14)

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vandale

29.02.2012, 00:29 Uhr

* Ganz nebenbei habe ich gerade mit meiner Familie einen wunderbaren Urlaub in Fukushima verbracht. Der Ort ist unter naturwissenschaftlich orientierten Reisefachleuten ein Geheimtipp als Luftkurort.

weltenbrand

29.02.2012, 08:42 Uhr

@ vandale

Offensichtlich sind Sie selbst schon ein schwer geschädigtes Strahlenopfer - wie die gravierenden Wahrnehmungsstörungen zeigen. Oder nehmen Sie etwa Drogen? Wenn ja, dann bitte schleunigst in eine Therapie.

bam

29.02.2012, 09:04 Uhr

@vandale:

...und Morgen kommt der Weihnachtsmann!
Zum Märchenerzählen sind sie hier falsch!

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