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30.04.2016

13:07 Uhr

44,3 Grad Celsius

Thailand ächzt unter Rekord-Hitze

Sommerliche Rekordtemperaturen setzen Mensch und Tier in Thailand zu. Im Königreich herrscht die schlimmste Hitzewelle seit Jahrzehnten. Die extreme Hitze treibt auch den Energieverbrauch im Land auf Rekordwerte.

Auf diesem Nasa-Satellitenbilder ist die extreme Hitze in der Region gut zu erkennen. AP

Extreme Temperaturen

Auf diesem Nasa-Satellitenbilder ist die extreme Hitze in der Region gut zu erkennen.

BangkokDer April ist in Thailand der heißeste Monat des Jahres und immer ziemlich schweißtreibend. Aber so sengend wie dieses Jahr ist es im Königreich selten. Die Hitzewelle ist die längste seit mindestens 65 Jahren, die Gesundheitsbehörden warnen vor Risiken.

Bisher lagen die Temperaturen im Durchschnitt noch unter den Rekordwerten der Vergangenheit – doch der thailändische Sommer dauert ja noch an. In diesem April heizte sich die Luft im Durchschnitt auf über 40 Grad Celsius auf, an einem Tag sogar auf 44,3 Grad Celsius.

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Das lag nur wenig unter dem Allzeithoch, das auf den Tag genau vor 56 Jahren gemessen wurde: An jenem 27. April 1960 brütete die nördliche Provinz Uttaradit unter 44,5 heißen Grad Celsius. Normalerweise liegt die Durchschnittstemperatur im April bei 38 Grad Celsius.

Die Hitzewelle sorgt auch noch für ganz andere Rekorde: Der Energieverbrauch stieg vergangenen Dienstag auf Höchstwerte. Landesweit verschlangen Klimaanlagen, Kühlschränke und andere elektrische Geräte mehr als 29.000 Megawatt, wie der staatliche Versorger Electricity Generating Authority mitteilte.

Schon in den Tagen zuvor hatte der Stromverbrauch immer neue Spitzenwerte markiert. EGAT ermahnte jetzt die Öffentlichkeit, Klimaanlagen nicht den ganzen Tag laufen zu lassen und bat um eine tägliche Stromsparpause zwischen 14.00 und 15.00 Uhr bis 20. Mai.

Wegen der Hitze warnen die Gesundheitsbehörden vor fast allem – von lebensmittelbedingten Krankheiten bis zum Ertrinken. Schließlich fällt die Hitzewelle zusammen mit den Schulsommerferien, und im April fanden schon 135 Kinder den Tod im Meer. „Bleiben Sie im Haus, begrenzen Sie ihre Aktivitäten draußen, tragen Sie Sonnenbrillen“, lauten einige der Tipps, die das Institut für Seuchenkontrolle gibt.

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