Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.04.2012

00:10 Uhr

Angst vor Explosion

Total schickt Experten zur beschädigten Förderplattform

Die Gefahr einer Explosion auf der Plattform „Elgin“ ist nicht gebannt. Der Betreiber Total fliegt nun ein Expertenteam auf die Anlage. Die Reparatur könnte ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

Elgin sorgt weiter für Ärger

Video: Elgin sorgt weiter für Ärger

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Paris/LondonDer französische Ölmulti Total will ein Expertenteam per Hubschrauber auf die leckgeschlagene Nordsee-Plattform „Elgin“ fliegen. Wie die britischen Behörden am Sonntagabend mitteilten, hat der Konzern bereits ein Gutachten zu den Gefahren der Mission vorgelegt und wird diese am Montag mit den Behörden besprechen.

Brancheninsider berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, Großbritannien werde dem Unternehmen in den kommenden Tagen eine Erlaubnis dazu erteilen, seine Pläne für eine Schließung des gefährlichen Gaslecks in Angriff zu nehmen.

Sorge vor Explosion: Flamme auf Gasplattform erloschen

Sorge vor Explosion

Flamme auf Gasplattform erloschen

Laut dem Konzern Total ist das Feuer über der entwichenen Gaswolke alleine ausgegangen.

Bereits am Montag könne die entsprechende Genehmigung vorliegen, hieß es. Der Konzern will das Gasleck zunächst vorübergehend mit Bohrschlamm verstopfen und gleichzeitig mit zwei Entlastungsbohrungen dauerhaft entschärfen. Das könnte sechs Monate in Anspruch nehmen und Milliarden kosten.

Am Samstag war die Gasfackel auf der Plattform von alleine erloschen und damit die Gefahr einer Explosion zumindest vorübergehend reduziert. Aus einem Leck auf der Plattform strömt seit rund einer Woche giftiges und hochexplosives Gas.

Total wusste mindestens seit Februar von Problemen auf der Plattform. Ein Gewerkschaftsvertreter erklärte am Freitag, Arbeiter hätten schon vor Wochen Sorgen wegen eines steigenden Gasdrucks geäußert. Das französische Unternehmen habe jedoch noch Stunden vor dem Unglück beteuert, ein Versagen sei ausgeschlossen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

ichweisnix

02.04.2012, 02:42 Uhr

Sollte noch Gas austreten, so ist die Gefahr keinesfalls gebannt.

Bei Methan oder Erdgas liegt die "untere Explosionsgrenze" bei 4,4Volumen %.
Der kleinste elektrische Funke(statische Aufladung) reicht zur Zündung aus. Habe beruflich(Bergbau) mit Methan und seinen Eigenschaften zu tun gehabt.

Augenwischerei wie bei der Golf-Katastrophe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×