Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.05.2011

13:37 Uhr

Arktischer Rat

Forscher warnen vor dramatisch steigendem Meeresspiegel

Neue Alarmprognose von der Arktis: Das immer schneller schmelzende Festlandeis rund um den Nordpol beschleunigt den globalen Anstieg des Meeresspiegels massiv. Bis zum Jahr 2100 wird er um 0,9 bis 1,6 Meter höher sein als jetzt, meint der Arktische Rat.

Ein großer Eisblock, der vom Upsala-Gletscher abgebrochen ist, schwimmt auf dem Argentina-See in Patagonien im Süden Argentiniens. Der Arktische Rat sagt einen dramatisch höheren und schnelleren Anstieg des globalen Meeresspiegels voraus als bisher angenommen. Quelle: dpa

Ein großer Eisblock, der vom Upsala-Gletscher abgebrochen ist, schwimmt auf dem Argentina-See in Patagonien im Süden Argentiniens. Der Arktische Rat sagt einen dramatisch höheren und schnelleren Anstieg des globalen Meeresspiegels voraus als bisher angenommen.

Kopenhagen/BrüsselDer Arktische Rat sagt einen dramatisch höheren und schnelleren Anstieg des globalen Meeresspiegels voraus als bisher angenommen. Wie die Kopenhagener Zeitung „Politiken“ am Montag berichtete, warnt die Expertengruppe AMAP in einem noch unveröffentlichten Bericht vor einem durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegel von 0,9 bis 1,6 Meter bis zum Jahr 2100. Weltweit leben 150 Millionen Menschen auf einer Höhe von bis zu einem Meter über dem Meeresspiegel.

Bei der letzten großen Prognose zu dieser Frage hatte der Weltklimarat (IPCC) 2007 angenommen, dass die globale Klimaerwärmung zu einem um 0,19 bis 0,59 Meter höheren Meeresspiegel führt. In dem am Dienstag zur Veröffentlichung anstehenden AMAP-Report heißt es jetzt, dass vor allem das beschleunigte Abschmelzen der arktischen Gletscher und des grönländischen Inlandeises, zur unvermutet hohen Änderung des Meeresspiegels beitrage.

Zwischen 2003 und 2008 ist der Meeresspiegel pro Jahr um rund drei Millimeter angestiegen. Dazu habe das geschmolzene Arktis-Eis zu 40 Prozent beigetragen, heißt es in dem AMAP-Bericht. Am 12. Mai steht die neue Prognose auf der Tagesordnung bei einem Außenministertreffen des Arktischen Rates in Grönlands Hauptstadt Nuuk.

EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard meinte zu der neuen Prognose, sie könne den Verhandlungen zum Klimaschutz vielleicht eine neue Perspektive geben: „Die Daten zeigen, dass es in die falsche Richtung geht.“ Nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen habe sich die Lautstärke bei diesem Thema „kräftig vermindert“.

Mehrere Studien hatten zwischenzeitlich ebenfalls darauf hingewiesen, dass der Meeresspiegel schneller steigt, als vom IPCC berechnet worden war. So könnte er nach einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Technischen Universität Helsinki im Jahr 2100 sogar um 75 bis 190 Zentimeter höher stehen als heute. Für die Expertise im Fachjournal PNAS (2009) wurden Meeresspiegel- und Temperaturmessungen aus den vergangenen 130 Jahren ausgewertet.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Kurt

02.05.2011, 14:33 Uhr

Was für eine dumme Propaganda !
Am Südpol nimmt z.B. gleichzeitig das Eis zu !
Eis hat eine geringere Dichte, da immer auch Luft mit eineschlossen ist.. Wenn es abschmilzt erhöht sich der Meeresspiegel NICHT !!!!
Ist eh alles uninteressant, da die geographische Polwende in sehr naher Zukunft eintreten wird

Account gelöscht!

02.05.2011, 22:50 Uhr

Nach mir die Sintflut.

Dann wird alles gut.

Nachdenker

10.05.2011, 21:53 Uhr

Leute, trinkt mehr Wasser!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×