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01.04.2011

07:40 Uhr

Ausbau Erneuerbare

Solarfirmen verlangen mehr Subventionen

VonGeorg Weishaupt

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist teuer - und kann deutlich stärker vorangetrieben werden, wenn die Politik die Subventionen erhöht. Das sagt Günther Cramer, Chef des Bundesverbands Solarwirtschaft.

Die Sonne spiegelt sich auf dem Modul einer Freiflächensolaranlage. Quelle: dpa

Die Sonne spiegelt sich auf dem Modul einer Freiflächensolaranlage.

DüsseldorfErst wegen der hohen Subventionen umstritten, jetzt gefragt wie nie: Solar- und Windkraftunternehmen hoffen wegen der Katastrophe in Japan und des daraus resultierenden Umbruchs in der deutschen Energiepolitik nun auf zusätzliches Geschäft.

„Sollte die Regierung jetzt eine noch schnellere Wende wollen, können wir den Ausbau erneuerbarer Energien noch stärker forcieren“, sagte Günther Cramer, Chef des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) und des Konzerns SMA Solar dem Handelsblatt. Er fügte jedoch hinzu: „Einen kompletten Wandel in der Energieversorgung gibt es nicht zum Nulltarif. Die Politik müsste den vereinbarten Korridor für den Neubau von Solaranlagen erweitern.“

Das heißt übersetzt: Die Politik müsste die erst Anfang des Jahres vereinbarten Kürzungen bei der Solarförderung zumindest teilweise wieder zurücknehmen.

Erst im Februar hatte sich die Solarbranche mit der Politik auf einen Kompromiss geeinigt: Je mehr Solaranlagen angeschlossen werden, desto stärker sinkt die Förderung. So soll sich die Zahl der Neuanlagen in Deutschland in den kommenden Jahren bei einer Spanne von drei bis fünf Gigawatt einpendeln. Die Folge: Der Anteil der Solarenergie an der gesamten Stromerzeugung würde sich bis zum Jahr 2020 von heute drei auf mindestens zehn Prozent in Deutschland erhöhen.

Mit der gekürzten Förderung reagierte die Regierung auch auf die Kritik an den Milliardensubventionen für die Solarbranche – und an den hohen Strompreisen. Die Betreiber von Solaranlagen erhalten für den erzeugten Strom 20 Jahre lang eine garantierte Einspeisevergütung, der Betrag wird auf alle Stromkunden verteilt. Nach der neuen Regelung wird die Umlage auf rund zwei Cent pro Kilowattstunde begrenzt.

5,5 Milliarden Euro Investitionen

Diese Einigung ist jedoch Makulatur, wenn die Regierung nun den Ausbau der erneuerbaren Energien mit Macht vorantreiben will. „Je nachdem, wie das neue Ziel der Regierung ausfällt, müssten wir in den kommenden Jahren Solaranlagen mit einer Leistung von mehr als drei bis fünf Gigawatt jährlich neu anschließen“, so Cramer. Um das zu erreichen, müssten mehr Anlagen gefördert werden als bisher geplant.

Kommentare (7)

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Klaus

01.04.2011, 08:30 Uhr

Auch wenn sie es noch so oft schreiben bleibt es falsch. Es sind KEINE Subventionen, mit denen Strom aus PV-Anlagen gefördert wird. Sollten sie als Journalisten wissen, außer es ist das Ziel gewisse Lobbyinteressen zu unterstützen.
Subventioniert wird Strom aus Kohle durch die Kohleförderungs-Subventionen und die Subventionen für Filteranalagen. Und ebenfalls die Kernkraft, für den damaligen Aufbau, Transport und Endlagerung. Sowie die komplette Abnahme des Haftpflichtrisikos! Womit dann Atomstrom laut GReenpeacestudie 2,79 EUR pro kWh kosten würde.

Oskar

01.04.2011, 08:59 Uhr

Laut den GRÜNEN soll die Solarstromförderung rückwirkend zum 01.01.2011 um ein paar Cent angehoben werden. Das wäre doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Zudem sollen die Kraftwerksbetreiber die Erhöhung aus eigener Tasche zahlen. D.h. keine Umlage mehr auf die Stromkosten.

Siehe hier: http://www.photovoltaik-guide.de/politik-vorhaben-von-buendnis-90die-gruenen-motiviert-die-solarbranche-18003/comment-page-1#comment-13581

Island

01.04.2011, 09:42 Uhr

Ich bin zwar für Alternative Energieversorgung und Forschung in diesen Bereich. Wir dürfen aber nicht vergessen die Solarindustrie ist nur ein Teilbereich, wichtige andere Bereiche in den Sektor müssen darunter leiden weil wir die Solarindustrie zu sehr Subventionieren.

Die Solarindustrie ist eine Technik von Vorgestern und heute immer noch nicht Wettbewerbsfähig!

Der Strom aus diesen Modulen ist 4-fach so teuer wie aus Konventionellen Kraftwerken. Dabei sollten wir nicht vergessen das ein „Großteil“ der Subventionen direkt nach China weitergereicht werden, weil dort sehr viele der Solarmodule gebaut werden.

Darum ist es dringend Notwendig die Subventionen in diesen Bereich abzubauen und die Forschung in der Atomtechnologie wieder aufzunehmen.

Wir sind ein Rohstoffarmes Land und wir benötigen eine unabhängige Energieversorgung mit den unterschiedlichsten Energieträgern. Die Energie muß vor Ort produziert werden und der Preis muß Wettbewerbsfähig sein.

Der Energiepreis ist ein Standortfaktor und wir verlieren durch den überhöhten Energiepreis weiter Arbeitsplätze. Die Bundesregierung hat zwar kein Interesse an einer höheren Beschäftigung aber sie hat durch Mannigfaltige Maßnahmen alles unternommen das wir Deutschen die Massenarbeitslosigkeit behalten.

Darum ist ein hoher Strompreis nicht auch noch Notwendig!

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