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17.11.2015

20:09 Uhr

Biothermica

Weniger Treibhausgase von Abfalldeponien und Kohleminen

VonFrançois Normand
Quelle:Les affaires Canada

Kraftwerke auf Müllkippen, Projekte in El Salvador und in den USA: damit verringert das kanadische Unternehmen Biothermica giftige Treibhausgase.

Guy Drouin, Gründer und Leiter des Unternehmens. Les affaires Canada

Biothermica-Chef

Guy Drouin, Gründer und Leiter des Unternehmens.

DüsseldorfDie Verringerung des Treibhausgas­Ausstoßes liegt in der DNA von Biothermica. Seit 1987 entwickelt das mittelständische Unternehmen aus Québec, Kanada, Technologien, um den Methanausstoß in Kohleminen zu reduzieren und um erneuerbare Energie auf Grundlage von Biogas aus Abfalldeponien zu produzieren.

„Seit 15 Jahren haben es unsere Projekte ermöglicht, die Emissionen von Treibhausgas so zu senken, dass äquivalent 15 bis 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden“, bestätigt Guy Drouin, Gründer und Leiter des Unternehmens, das auf die Entwicklung von Kohlenstoff­ und Energieprojekten, den Biogas­Bereich sowie auf Luftaufbereitung spezialisiert ist.

Angesichts der Auswirkungen von Methan auf die Treibhausgas­Emissionen handelt es sich hier um ein bedeutendes Thema. Gemäß dem Zwischenstaatlichen Ausschuss über Klimaveränderung IPCC ist Methan 28­ bis 34­mal schädlicher als CO2. Denis Leclerc, Präsident und Vorstandsvorsitzender des Clusters für saubere Technologien „Écotech Québec“ bestätigt, dass sich Biothermica in einer boomenden Wachstumsbranche entwickle, da man zwei Lösungen für den Klimawandel biete.

„Ihre Technologie ermöglicht es nicht nur, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen, sondern auch die Treibhausgas­Emissionen zu senken“, sagt er.

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Das Vorzeigeprojekt von Biothermica ist zweifelsohne das Kraftwerk Gazmont mit 25 Megawatt, das neben der Mülldeponie Miron in Montreal steht. Diese Abfalldeponie ist in städtischem Besitz und ist eine der größten Deponien in Nordamerika. Seit 1968 sind dort ungefähr 36 Millionen Tonnen Abfälle abgeladen worden. Nachdem die Stadt Montreal im Jahr 1988 deren Eigentümer wurde, hat sie dort eine Anlage zur Entnahme von Biogas, darunter auch Methan, installiert.

Anfang der 1990er Jahre erkannte die Gemeinde das Energiepotenzial der Deponie und schrieb die Stromerzeugung auf Biogas­Grundlage aus. Biothermica gewann diese Ausschreibung. „Wir haben eine Methodik zum Aufspüren von Biogas­Vorkommen auf der Mülldeponie Miron entwickelt. In Kanada waren wir damit die ersten“, unterstreicht Guy Drouin.

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