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18.01.2017

14:13 Uhr

Brandrodung vor 20.000 Jahren

Eiszeit-Menschen fackelten Europas Wälder ab

VonLars Fischer
Quelle:Spektrum.de

Eigentlich hätte Europa während der Eiszeit dicht bewaldet sein müssen – das legen Simulationen nahe. Tatsächlich bestand der Kontinent aber weitgehend aus offener Steppe. Den Grund haben Forscher jetzt ermittelt.

Offene Steppe statt dichter Wälder. dpa/picture alliance

Eiszeitliche Landschaft

Offene Steppe statt dichter Wälder.

HeidelbergEuropas Eiszeitlandschaften umgibt ein Rätsel: Einerseits sagen alle Klima- und Vegetationsmodelle, dass Europa auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit dicht bewaldet gewesen sein muss. Pollenanalysen in Seen und anderen Fundstätten zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild. Große Teile des Kontinents waren damals offene Steppe oder Tundra, Wälder gab es tatsächlich kaum.

Ein Team um Jed Kaplan von der Universität Lausanne in der Schweiz schlägt jetzt eine Lösung für das Rätsel der fehlenden Bäume vor: Der Mensch habe sie angezündet. Damit wäre Europa das erste Beispiel eines von Menschen großflächig umgestalteten Kontinents – und das bereits vor etwa 20.000 Jahren.

Dass die wenigen Gruppen von Jägern und Sammlern mit ihren begrenzten Mitteln einen ganzen Kontinent drastisch umgestalten konnten, zeigte das Team anhand von Computersimulationen. Basierend auf den Daten über moderne Jäger-und-Sammler-Gesellschaften vergrößerte menschengemachtes Feuer die verbrannte Fläche im Schnitt lediglich um etwa zwei bis vier Prozent.

Das aber reichte in dem Modell aus, um den Baumbestand um ein Drittel zu reduzieren. Ursache war vermutlich, dass die Bäume vom Klima und dem niedrigen Kohlendioxidgehalt der Luft gestresst waren.

Für die Menschen jener Zeit ergab die Brandrodung jedenfalls Sinn: In offenen Landschaften war Nahrung und Jagdbeute einfacher zu finden und die Fortbewegung leichter. Außerdem hatte man einen besseren Überblick. Moderne Jäger und Sammler verwenden ebenfalls Feuer, um Landschaften nach ihren Bedürfnissen zu formen.

Kommentare (3)

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Frau Lana Ebsel

18.01.2017, 17:40 Uhr

Außerdem konnten die weiblichen Steinzeitfrauen nicht mehr auf die Bäume flüchten. ;)

Account gelöscht!

19.01.2017, 12:33 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Account gelöscht!

20.01.2017, 17:33 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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