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21.02.2017

17:19 Uhr

Bundesamt für Strahlenschutz

Radioaktives Jod in Europa nachgewiesen

Messstellen registrieren in weiten Teilen Europas radioaktives Jod in der Luft, auch in Deutschland. Experten sehen zwar keinen Grund zur Sorge, rätseln aber über die Herkunft der radioaktiven Partikel.

Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz wurden geringe Konzentrationen von Jod-131 zunächst in der zweiten Kalenderwoche 2017 in Nord-Norwegen und Finnland, sowie in Tschechien und in den folgenden Wochen auch in Deutschland, Frankreich und Spanien nachgewiesen. dpa

Dosimeter

Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz wurden geringe Konzentrationen von Jod-131 zunächst in der zweiten Kalenderwoche 2017 in Nord-Norwegen und Finnland, sowie in Tschechien und in den folgenden Wochen auch in Deutschland, Frankreich und Spanien nachgewiesen.

Salzgitter/PragIn weiten Teilen Europas, von Norwegen bis nach Spanien, sind im Januar Spuren von radioaktivem Jod gemessen worden. Auch die Messstelle in Freiburg habe das Radionukleid Jod-131 in bodennaher Luft registriert, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Dienstag auf Anfrage mit. Die extrem niedrigen Konzentrationen von millionstel Becquerel pro Kubikmeter und darunter geben demnach aber keinerlei Anlass zu Besorgnis.

Das Bundesamt bestätigte damit ähnliche Berichte der tschechischen Strahlenschutzbehörde SJUB. Jod-131 ist ein künstliches Radionuklid, das etwa in der Medizin eingesetzt wird und auch beim Betrieb von Kernkraftwerken entsteht. Spekulationen über einen Unfall in einem AKW nannte die Prager Behörde „Unsinn“. Denkbar sei indes ein Problem bei einem Hersteller von radioaktiven Medikamenten, wie sie in der Strahlentherapie eingesetzt werden.

Zuvor hatte auch die französische Aufsichtsbehörde ISRN von ähnlichen Messungen berichtet. Die kurze Halbwertzeit von Jod-131 von rund acht Tagen deute darauf hin, dass die Radioaktivität in jüngster Zeit entwichen sei, hieß es in einer Mitteilung.

Nach Angaben des BfS wurden geringe Konzentrationen von Jod-131 zunächst in der zweiten Kalenderwoche 2017 in Nord-Norwegen und Finnland, sowie in Tschechien und in den folgenden Wochen auch in Deutschland, Frankreich und Spanien nachgewiesen. „Wo die Quelle liegt bzw. ob es sich um eine oder mehrere Quellen handelt, lässt sich derzeit kaum rekonstruieren“, betonte die Behörde. Solche Nachweise seien nicht ungewöhnlich und seien auch in der Vergangenheit schon beobachtet worden, meist im Winter bei stabilem Hochdruckwetter.

Britische Medien berichteten indes, die US-Luftwaffe habe ein Spezialflugzeug vom Typ WC-135 nach England entsandt, das radioaktive Partikel in der Atmosphäre messen kann. Demnach gebe es Befürchtungen, dass Russland auf der Doppelinsel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer einen nuklearen Sprengsatz getestet haben könnte.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Hans-Martin Knapp

21.02.2017, 18:21 Uhr

2 Fakten sprechen für folgendes Szenario:
1. Meeres-Erdbeben westlich von Norwegen (südlicher Bereich), also zwischen Färöer-Inseln und Norwegen (hat tatsächlich stattgefunden)
2. Diverse Erdbeben in Italien (u.a. Abruzzen) (haben auch stattgefunden).
Zusammenhang:
Bei beiden Erdbeben sind Gasleitungen in Gefahr. Wer sich eine Gaskarte anschaut wird erstaunt sein, über die Vielzahl der Leitungen die den Kontinent durchpflügen. (Lecks können immer entstehen v.a. nach Erdbeben und Gas entweicht); zeitweise war ja das europ. Gasnetz schwer in Mitleidenschaft gezogen - die Presse schwieg dazu.
Jod 131 ist ein Prüfmittel, das man in gefährdeten Arealen zwecks Leckageuntersuchung eingesetzt hat. Das Wetter tut das übrige und verstreut das Jod über weite Teile Europas. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Herr Holger Narrog

22.02.2017, 08:16 Uhr

J131 entsteht bei der Kernspaltung. Es hat eine kurze Halbwertszeit und kann als Aerosol freigesetzt werden. Es liegt nahe das dieses Nuklid aus (einem?) Kernreaktor stammt.

Grundsätzlich enthält die Atmosphäre eine gewaltige Anzahl an Elementen und chemischen Verbindungen. Sie enthält geringste Mengen Plutonium, Quecksilber usw. Mit der Gammastrahlenspektrometrie lassen sich geringste Spuren radioaktiver Nuklide detektieren.

Insgesamt ist dies wissenschaftlich interessant, aber sachlich völlig unbedeutend. Manchmal werden solche Erkenntnisse genutzt um die Menschen ökoreligiös zu verunsichern. Beispiel: Die Spuren radioaktiver Spaltprodukte aus Fukushima im Pazifik. Dies wird dann von manchen Qualitätsmedien als Weltuntergang thematisiert.

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